Russisches Haus in Berlin laut Frankreich eine Tarnung für Putins Geheimdienste
Wichtige Fakten
- • Frankreich wirft Russischem Haus in Berlin Geheimdienstnutzung vor.
- • Ex-RT-Chefin Fedorova wegen Propaganda aus Frankreich ausgewiesen.
- • Bundesregierung zahlte 2026 Grundsteuer von 70.000 Euro.
- • Grünen-Politiker fordert Streichung der Mittel und Schließung.
- • Bisheriger Direktor verließ sein Amt im Frühjahr überraschend.
Frankreich erhebt schwere Vorwürfe
Das Russische Haus der Wissenschaft und Kultur in Berlin steht im Zentrum neuer Spionagevorwürfe. Nach Dokumenten französischer Behörden, die WDR und SZ vorliegen, soll die Einrichtung als Tarnung für russische Geheimdienste dienen. Das französische Innenministerium wirft der ehemaligen RT-Chefin Xenia Fedorova vor, sie habe den Posten der Direktorin des Russischen Hauses angestrebt und betreibe Kreml-Propaganda. Fedorova wurde aus Frankreich ausgewiesen; ihre Klage gegen die Ausweisung scheiterte.
Reaktionen und laufende Praxis
Deutsche Sicherheitsbehörden äußern sich zurückhaltend. Kritiker wie der Grünen-Bundestagsabgeordnete Robin Wagener fordern die Schließung des Hauses und ein Ende der Finanzierung aus dem Bundeshaushalt. Die Bundesregierung beruft sich auf ein Abkommen von 1999, das eine Laufzeit von 99 Jahren hat und eine einseitige Kündigung nicht vorsieht. Das Russische Haus betont hingegen seinen kulturellen Auftrag und weist die Vorwürfe zurück.
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