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Politik 20.07.2026, 08:19 Aktualisiert: 20.07.2026, 23:00

Andy Burnham als Premierminister vereidigt – Kabinett mit überraschenden Personalien

König Charles III. ernannte Burnham am 20. Juli 2026.

Wichtige Fakten

  • König Charles III. ernannte Burnham am 20. Juli 2026.
  • Burnham löste Keir Starmer ab und sein Kabinett ist weitgehend neu besetzt.
  • Ed Miliband überraschend Außenminister, John Healey wird Finanzminister.
  • Burnham kündigte „größte Veränderungen der letzten 40 Jahre“ an.
  • EU, Deutschland und konservative Seite signalisieren Gesprächsbereitschaft.

Feierliche Amtseinsetzung

Andy Burnham wurde am 20. Juli 2026 von König Charles III. offiziell zum neuen Premierminister des Vereinigten Königreichs ernannt. Er übernahm die Nachfolge des zurückgetretenen Keir Starmer, der seine Aufgabe als erfüllt bezeichnete. Der 56-Jährige ist der siebte Regierungschef in einem Jahrzehnt – ein Zeichen der politischen Instabilität nach Brexit, Skandalen und Wirtschaftskrisen.



Botschaft des Neuanfangs

In seiner Antrittsrede vor der Downing Street versprach Burnham, die „größten Veränderungen der letzten 40 Jahre“ anzustoßen. Er kündigte einen Zehn-Jahres-Plan bis Ende des Jahres an. Noch am selben Tag präsentierte er Sofortmaßnahmen für Wohnungsbau und Deckelung der Lebenshaltungskosten. Am Dienstag will er konkrete wirtschaftspolitische Schritte unternehmen.



Kabinett mit Richtungswechsel

Burnham bildete sein Kabinett weitgehend neu: Überraschend wurde Ex-Verteidigungsminister John Healey neuer Finanzminister und der frühere Labour-Chef Ed Miliband übernahm das Außenamt. Etliche Starmer-Vertraute wie Finanzministerin Rachel Reeves und Vize-Regierungschef David Lammy mussten gehen. Die neue Ministerriege soll einen stärker linken, dezentralen Kurs abbilden.



Herausforderungen und Perspektiven

Vorschusslorbeeren und Skepsis halten sich die Waage: Die EU, Bundeskanzler Merz und Tory-Chefin Badenoch signalisierten Gesprächsbereitschaft. Rechtspopulisten wie Reform UK fordern Neuwahlen. Burnhams politisches Modell des „Manchesterism“ baue auf Dezentralisierung, Wohnungsbau und soziale Entlastung. Zwingend bleibt für ihn zugleich, Fraktionszwistigkeiten zu überwinden.

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