Burnham bildet Kabinett: Überraschungen und Zukunftsfragen
Wichtige Fakten
- • John Healey wird überraschend Finanzminister, Ed Miliband Außenminister.
- • Mehrwertsteuer auf Haushaltsstrom wird ab 1. Oktober gestrichen.
- • Mehrere Starmer-Vertraute verlassen Kabinett, darunter Lammy und Reeves.
- • Angela Rayner kehrt als Wohnungsbauministerin zurück.
- • Finanzierung der DigitalID unklar, Kritik von entlassenem Minister Jones.
Kabinettsumbildung mit personellen Verschiebungen
Der neue britische Premierminister Andy Burnham hat sein Kabinett weitgehend neu aufgestellt. Der ehemalige Verteidigungsminister John Healey übernimmt überraschend das Finanzministerium und folgt auf Rachel Reeves. Ed Miliband, bisher als Favorit für das Amt gehandelt, wird Außenminister; Yvette Cooper wechselt vom Außen- ins Gesundheitsressort. Wes Streeting wird Verteidigungsminister und Shabana Mahmood bleibt Innenministerin. Angela Rayner kehrt als Wohnungsbauministerin zurück, während etliche Vertraute Starmers, darunter David Lammy und Reeves, keine Rolle mehr spielen.
Erste politische Maßnahmen und finanzielle Bedenken
Burnham kündigte an, die Mehrwertsteuer auf Haushaltsstromrechnungen zum 1. Oktober zu streichen – eine Entlastung von rund 45 Pfund pro Jahr. Der entlassene Minister Darren Jones kritisierte jedoch umgehend die ungeklärte Finanzierung der DigitalID, die jährlich 0,6 Milliarden Pfund koste. Die hohe Staatsverschuldung und der Ausschluss großer Steuererhöhungen im Labour-Manifest schränken den finanziellen Spielraum ein. Zudem will Burnham Sozialwohnungen bauen und die Öl- und Gasförderung in der Nordsee wiederbeleben.
Neue Dynamik in Downing Street
Burnham präsentiert sich im Gegensatz zu seinem Vorgänger Starmer betont locker und nahbar, wie Reden ohne Notizen zeigen. Angesichts einer politisch gespaltenen Nation muss er schnell Erfolge vorweisen. Beobachter betonen das Zeitfenster von nur wenigen Wochen, um Vertrauen aufzubauen. Die neuen Minister, inklusive Miatta Fahnbulleh (Energie) und Louise Haigh (Kabinett), stehen unter Druck, Reformen trotz finanzieller und struktureller Hürden umzusetzen. Ab Herbst wird das Parlament die Weichen stellen.
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