Angriffe auf Bildung weltweit um 40 Prozent gestiegen
Wichtige Fakten
- • Angriffe auf Bildung stiegen um 40%, über 8.500 Vorfälle.
- • Mindestens 10.600 Schüler und Mitarbeiter getötet, verletzt, entführt.
- • Am stärksten betroffen: Kolumbien, DR Kongo, Äthiopien, Haiti, Palästina, Ukraine.
- • Militärische Besetzung von Schulen verdoppelte sich fast.
- • Frauen und Mädchen in 11 Ländern gezielt attackiert.
Anstieg der Angriffe
Die Anzahl der Angriffe auf Bildungseinrichtungen weltweit ist in den Jahren 2024 und 2025 um 40 Prozent gestiegen. Laut einem Bericht der Global Coalition to Protect Education from Attack (GCPEA) wurden mehr als 8.556 Vorfälle registriert, bei denen mindestens 10.600 Schüler und Mitarbeiter getötet, verletzt, entführt oder festgenommen wurden.
Betroffene Länder
Die Angriffe wurden aus 83 Ländern gemeldet. Die höchsten Fallzahlen verzeichneten Kolumbien, die Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Haiti, Palästina und die Ukraine. In der Ukraine gab es etwa 900 Angriffe auf Schulen, in Palästina mindestens 2.400.
Besetzung von Schulen
Die Besetzung von Schulen oder Universitäten durch Militär oder bewaffnete Gruppen hat sich im Vergleich zu den vorangegangenen zwei Jahren fast verdoppelt (91 Prozent Anstieg) auf 1.912 Fälle. Die höchsten Opferzahlen wurden in Myanmar, Nigeria, Jemen und Kamerun verzeichnet, wo insgesamt über 1.700 Schüler und Mitarbeiter getötet oder verletzt wurden.
Angriffe auf vulnerable Gruppen
In mindestens elf Ländern wurden Frauen und Mädchen aufgrund ihres Geschlechts gezielt angegriffen. So wurden in Nigeria am 17. November 2025 25 Schülerinnen entführt. Auch Schüler mit Behinderungen waren betroffen: Im Libanon zerstörte das israelische Militär eine Schule für Kinder mit besonderen Bedürfnissen.
Warnungen und Forderungen
Die GCPEA-Direktorin Lisa Chung Bender warnte vor einem Zusammenbruch der globalen Normen zum Schutz von Kindern. Sie forderte Staaten auf, die militärische Nutzung von Schulen zu beenden und die rechtlichen Schutzmechanismen zu stärken. Kieran King von der Hilfsorganisation War Child UK verwies auf die Zunahme von Kindern in Konfliktgebieten und die als Folge von Kürzungen der humanitären Hilfe aus den USA und Großbritannien.
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