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International 02.03.2026, 02:12 Aktualisiert: 02.03.2026, 18:04

Finanzmärkte im Schockmodus: Krieg im Nahen Osten löst Verkaufswelle aus

Der DAX bricht um 2,56% auf 24.638 Punkte ein, nachdem er zuvor bei 24.686 Punkten lag.

Wichtige Fakten

  • Der DAX bricht um 2,56% auf 24.638 Punkte ein, nachdem er zuvor bei 24.686 Punkten lag.
  • Ölpreise steigen, Brent-Rohöl kostet 77,30 US-Dollar pro Barrel nach einem Anstieg von fast sechs Prozent.
  • Gold als Krisenwährung springt auf über 5.400 Dollar pro Feinunze, nähert sich seinem Rekordhoch.
  • Aktien von Airlines wie Lufthansa und TUI stürzen um über zehn Prozent ab, Chemiewerte leiden.
  • Die Straße von Hormus ist effektiv gesperrt, deutsche Wirtschaft gilt als klarer Verlierer.

Finanzmarktreaktion auf Eskalation

Die europäischen Finanzmärkte haben geschockt auf den neuerlichen Krieg mit dem Iran reagiert, mit dem deutschen Leitindex DAX, der um 2,56 Prozent auf 24.638 Punkte einbrach, nachdem er zuvor bei 24.686 Punkten lag. Investoren flüchten aus Risiko-Assets und suchen Sicherheit in Gold, dessen Preis auf über 5.400 Dollar pro Feinunze steigt und sich seinem Rekordhoch von Ende Januar nähert, sowie in defensiven Positionierungen, wobei Rüstungswerte wie Rheinmetall anfangs zulegen, später aber ins Minus driften.

Ölpreise und Wirtschaftsauswirkungen

Die Ölpreise klettern, mit Brent-Rohöl bei 77,30 US-Dollar pro Barrel nach einem Anstieg von fast sechs Prozent, während die Straße von Hormus, durch die 20% des weltweiten Öls transportiert werden, effektiv gesperrt ist. Holger Schmieding von Berenberg warnt, dass ein anhaltender Ölpreisanstieg um 15 US-Dollar die Verbraucherpreise in der Eurozone um fast 0,5% erhöhen könnte, was das globale Wachstum beeinträchtigen und die Inflation antreiben würde, wobei die deutsche Wirtschaft als klarer Verlierer gilt.

Inflationsrisiken und Brancheneffekte

Besonders betroffen sind Airlines und Reiseveranstalter, mit Aktien von Lufthansa und TUI, die zeitweise um über zehn Prozent fallen, da Flughäfen in der Golfregion geschlossen sind und den asiatischen Flugverkehr stören. Verluste erleiden auch Chemieunternehmen wie BASF und Evonik, während Hapag-Lloyd von steigenden Frachtraten profitiert und einen Kriegsrisikozuschlag von 1.500 Dollar pro Standardcontainer erhebt, was die internationalen Lieferketten zusätzlich belastet.

Politische und Marktentwicklungen

Die Angriffe erfolgen vor dem Hintergrund eskalierender Spannungen, wobei die Unsicherheit über eine weitere Eskalation die Märkte dominiert, mit Analysten, die vor einer möglichen Verlängerung der Krise und ihren Folgen für Volatilität warnen. Die US-Börsen starteten schwach, erholten sich aber teilweise, während die Sorgen tiefer gehen als üblich, da die Sperrung der Straße von Hormus die Weltwirtschaft empfindlich treffen und die Hoffnungen auf sinkende Leitzinsen trüben könnte.

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