DAX schließt auf Dreiwochentief: Iran-Krise belastet, US-Inflation wie erwartet
Wichtige Fakten
- • DAX schloss mit knapp 1,0 % Minus bei 24.195 Punkten.
- • US-Inflation im Mai steigt auf 4,2 % – höchster Wert seit April 2023.
- • Trump wirft Iran langsame Verhandlungen vor, Lage eskaliert.
- • Pfizer sagt Treffen mit Kanzler Merz aus Ärger über Sparpläne ab.
- • Heidelberger Druck will operative Marge verbessern, setzt auf KI.
Marktentwicklung und Hintergründe
Der deutsche Aktienmarkt bleibt im Dauerstress. Der DAX schloss am Mittwoch knapp 1,0 Prozent im Minus bei 24.195 Punkten – dem tiefsten Stand seit mehr als drei Wochen. Auslöser der jüngsten Verluste sind neue militärische Eskalationen am Persischen Golf, nachdem US-Präsident Donald Trump dem Iran eine Blockade bei den Abkommensverhandlungen vorwarf und Vergeltungsschläge gegen iranische Stellungen anordnete. Teheran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte. Der US-Hubschrauberabschuss über der Straße von Hormus belastet zusätzlich.
Inflationsdaten und geldpolitische Aussichten
Die US-Inflationsdaten für Mai fielen mit einem Anstieg von 4,2 Prozent genau wie erwartet aus, stark getrieben von Ölpreissteigerungen infolge der Konflikte. Laut Commerzbank-Ökonom Christoph Balz hängt die weitere Preisentwicklung vor allem von der Lage am Golf ab. Thomas Gitzel von der VP Bank sieht zwar keine unmittelbare Fed-Zinserhöhung, aber anhaltende Spekulationen.
Einzeltitel und Unternehmensausblick
Im DAX legten Adidas-Papiere nach einer Hochstufung durch RBC um über zwei Prozent zu. Der Sportartikelkonzern profitiert von einer günstigen Bewertung und verlässlichem Wachstum. Mit Spannung werden die Quartalszahlen von Oracle erwartet, nachdem enttäuschende KI-Wachstumszahlen von OpenAI die Branche verunsichert haben. SAP verlor erneut viele Prozent und bleibt deutlich unter seinem Erholungshoch. Heidelberger Druck kündigte steigende Margen und eine Wachstumsstrategie mit Produktionsverlagerungen an. Pfizer stellte geplante Investitionen in Deutschland aufgrund des geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetzes infrage.
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