Teilen:
Wirtschaft 23.07.2026, 09:28 Aktualisiert: 23.07.2026, 12:03

Ölpreise nähern sich 100-Dollar-Marke, Iran-Konflikt weitet sich aus

Brent-Rohöl stieg auf bis zu 98,88 US-Dollar pro Barrel.

Wichtige Fakten

  • Brent-Rohöl stieg auf bis zu 98,88 US-Dollar pro Barrel.
  • USA führten zwölfte Angriffswelle auf Iran durch.
  • Iran griff US-Ziele in Kuwait und Jordanien an.
  • Huthi blockierten saudische Öltanker im Roten Meer.
  • Britischer Benzinpreis stieg auf 155,57 Pence pro Liter.

Ölpreise steigen aufgrund von Iran-Konflikt weiter

Die Ölpreise sind am Dienstag um 3,7 Prozent gestiegen, nachdem die Folgen des US-Kriegs gegen Iran auf das Rote Meer übergegriffen haben. Der Preis für Brent-Rohöl stieg auf bis zu 97,45 Dollar pro Barrel und näherte sich damit der 100-Dollar-Marke. Am Donnerstag erreichte Brent zeitweise 98,88 Dollar. Nordamerikanisches West Texas Intermediate legte um vier Prozent auf 89,85 Dollar zu. Ursache sind die zwölfte Nacht in Folge andauernden US-Luftangriffe auf Iran sowie Angriffe der Iran-nahen Huthi auf saudische Öltanker im Roten Meer.

Zwei-Engpass-Situation für globale Ölversorgung

Durch die Angriffe werden nun vermehrt Schiffe von der Bab el-Mandeb-Straße abgelenkt, was Analysten als 'Zwei-Engpass-Problem' bezeichnen. Zusätzlich ist die Straße von Hormus faktisch geschlossen, um wirtschaftlichen Druck auf US-Präsident Trump auszuüben. Iranische Streitkräfte haben eigenen Angaben zufolge US-Ziele in Kuwait und Jordanien attackiert, darunter Radarsysteme und ein Patriot-Luftabwehrsystem. US-Präsident Trump drohte mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur in Iran, sollte die Islamische Republik weiter Schiffe beschießen.

Auswirkungen auf Verbraucher und Unternehmen

Die höheren Ölpreise belasten Verbraucher an den Tankstellen: In Großbritannien stieg der Benzinpreis auf 155,57 Pence pro Liter, Diesel auf 172,14 Pence. Die Fluggesellschaft EasyJet verzeichnete einen Gewinnrückgang von 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund, verursacht durch gestiegene Treibstoffkosten. Zentrale Banken erwägen angesichts der Inflationsrisiken weitere Zinserhöhungen, was eine Belastung für die Wirtschaft darstellen könnte.

Kein Briefing mehr verpassen

Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.

Mit der Anmeldung akzeptieren Sie unsere Datenschutzbestimmungen. Abmeldung jederzeit.