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International 15.03.2026, 16:12 Aktualisiert: 15.03.2026, 23:10

Anti-Terror-Ermittlungen in Frankreich gegen mutmaßliche Attentäter

Zwei Brüder (20, 22) wurden in Nordfrankreich festgenommen.

Wichtige Fakten

  • Zwei Brüder (20, 22) wurden in Nordfrankreich festgenommen.
  • Im Fahrzeug fanden Beamte eine geladene Waffe und IS-Flagge.
  • Die Männer planten laut Ermittlern einen "tödlichen antisemitischen" Anschlag.
  • Die Radikalisierung soll sich in den letzten zwei Jahren verstärkt haben.

Ermittlungen gegen mutmaßliche Attentäter

Französische Anti-Terror-Staatsanwälte haben Ermittlungen gegen zwei Brüder eingeleitet, die im Verdacht stehen, einen "tödlichen und antisemitischen" Anschlag geplant zu haben. Die 20 und 22 Jahre alten, marokkanisch-italienischen Staatsangehörigen wurden letzte Woche in einem Auto im Norden Frankreichs festgenommen. Bei der Durchsuchung des Fahrzeugs fanden Beamte eine geladene halbautomatische Waffe, eine Flasche Salzsäure und eine Flagge der Terrororganisation Islamischer Staat (IS).

Hintergrund und Radikalisierung

Laut den Ermittlern kamen die Brüder 2017 mit ihren Eltern nach Frankreich, nachdem die Familie mehrere Jahre in Italien verbracht hatte. Die Analyse beschlagnahmter digitaler Geräte und Aussagen von Verwandten ergab eine "Radikalisierung der beiden Brüder in den letzten zwei Jahren" sowie eine deutliche Verstärkung ihres dschihadistischen Engagements in den Tagen vor ihrer Festnahme. Die Staatsanwaltschaft erklärte, die Männer hätten nach der Erkenntnis, keinen Dschihad in Syrien oder den Palästinensergebieten führen zu können, in den letzten Wochen einen "Terrorplan in Frankreich" entwickelt, "für den sie das Martyrium anstrebten".

Internationale Kontext

Der Fall ereignet sich vor dem Hintergrund des anhaltenden Nahostkonflikts, der viele Länder in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt hat. In den letzten Wochen gab es bereits Angriffe auf jüdische Einrichtungen in den USA, den Niederlanden und Belgien, darunter ein Explosionsvorfall an einer jüdischen Schule in Amsterdam und ein mutmaßlicher Brandanschlag auf eine Synagoge in Rotterdam. Diese Vorfälle haben Besorgnis über eine mögliche Eskalation der Gewalt gegen jüdische Gemeinden weltweit geschürt.

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