Anträge auf Kriegsdienstverweigerung erreichen neuen Höchststand
Wichtige Fakten
- • 5.862 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung im ersten Halbjahr 2026.
- • Vorjahreswert (2025: 3.867 Anträge) bereits übertroffen.
- • Anstieg wegen neuer Wehrdienstgesetzes und Sicherheitslage.
- • Bundeswehr soll bis 2035 von 186.000 auf 260.000 Soldaten wachsen.
- • 781 Menschen widerriefen 2025 ihre Kriegsdienstverweigerung.
Die Zahl der Anträge auf Kriegsdienstverweigerung ist im ersten Halbjahr 2026 erneut stark gestiegen. Bis zum 30. Juni dieses Jahres seien bereits 5.862 Anträge beim Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben eingegangen, berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) unter Berufung auf eine Sprecherin der Behörde.
Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2025 gab es 3.867 Anträge, 2024 waren es 2.998. Im Jahr 2011, dem Jahr der Aussetzung der Wehrpflicht, wurden laut RND 4.348 Anträge auf Kriegsdienstverweigerung gezählt. Als Hintergrund für den Anstieg werden die angespannte Sicherheitslage und das zum 1. Januar in Kraft getretene neue Wehrdienstgesetz gesehen.
So sollen Freiwillige für den Ausbau der Bundeswehr rekrutiert werden. Sie soll von zuletzt 186.000 aktiven Soldatinnen und Soldaten bis 2035 auf 260.000 wachsen. Gelingt der Ausbau auf Basis der Freiwilligkeit nicht, behalten sich insbesondere die Unionsparteien die Einführung einer Bedarfswehrpflicht vor.
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