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Politik 06.08.2026, 16:00 Aktualisiert: 06.08.2026, 23:02

ARD-DeutschlandTrend: AfD erreicht Höchstwert, Union verliert

AfD erreicht im ARD-DeutschlandTrend mit 28 Prozent ihren bisher höchsten Wert.

Wichtige Fakten

  • AfD erreicht im ARD-DeutschlandTrend mit 28 Prozent ihren bisher höchsten Wert.
  • Union fällt in der Sonntagsfrage auf 21 Prozent, ein Minus von einem Punkt gegenüber dem Vormonat.
  • 85 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit der Bundesregierung unzufrieden.
  • Kabinettumbildung ändert wenig an der Unzufriedenheit; 57 Prozent glauben, Regierung arbeite weiterhin schlecht.
  • Innenminister Dobrindt verzeichnet mit 28 Prozent die größte Zufriedenheitssteigerung.

Sonntagsfrage: Kräfteverhältnis hat sich seit der Bundestagswahl umgekehrt

Die AfD erreicht mit 28 Prozent ihren bisher höchsten Wert im ARD-DeutschlandTrend und verweist die Union mit 21 Prozent auf den zweiten Platz. Im Gegensatz zur Bundestagswahl im Februar 2025, bei der die Union mit 28,5 Prozent und die AfD mit 20,8 Prozent abgeschnitten hatten, spiegelte die aktuelle Umfrage laut Infratest dimap eine umgedrehte Rangfolge wider. Die SPD liegt unverändert bei zwölf Prozent, die Grünen bei 15 Prozent, die Linke bei elf Prozent und die FDP bei vier Prozent. Neun Prozent der Befragten würden andere Parteien wählen.

Unmut regt Regierungsarbeit? Kabinettumbildung stößt auf Skepsis

Die vom Kanzler vorgenommene Kabinettumbildung ändert nach Meinung der meisten Befragten wenig an der Arbeitsweise der Bundesregierung: Eine Mehrheit von 68 Prozent glaubt, dass die Regierung weiterhin gleich schlecht (57 Prozent) oder sogar schlechter (elf Prozent) arbeiten werde. Nur zwölf Prozent erwarten eine bessere und zwölf Prozent eine gleich gute Arbeit. Die allgemeine Unzufriedenheit mit der Regierung hält an: 85 Prozent sind unzufrieden oder gar sehr unzufrieden, lediglich 13 Prozent äußern sich zufrieden.

Veränderungswunsch: Bevölkerung spaltet sich entlang der Parteipräferenzen

Mehr als die Hälfte der Deutschen (55 Prozent, plus sieben Punkte seit Dezember 2024) wünscht sich grundlegende staatspolitische Veränderungen. Dabei zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen den Anhängern einzelner Parteien: Bei den AfD-Anhängern sind es 86 Prozent, die ein tiefgreifendes Umdenken einfordern; bei den Linken 71 Prozent, bei den Grünen 41 Prozent (fast doppelt so viele wie im Dezember) und bei der Union nur noch 28 Prozent. Für die Anhänger der Grünen-Linken sowie der Ampel-Parteien ist dies zum Teil Ausdruck ihrer Sehnsucht nach politischem Neubeginn, während auch zunehmend enttäuschte Unionswähler in anderen Parteien Hoffnung suchen.

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