ARD-DeutschlandTrend: AfD überholt Union – Merz auf Tiefstwert
Wichtige Fakten
- • AfD bei 27 %, Union fällt auf 22 %, SPD auf 12 %.
- • Nur 13 % der Deutschen sind mit Kanzler Merz zufrieden.
- • 84 % befürworten Einbeziehung von Selbstständigen in Rentenversicherung.
- • 63 % lehnen Kopplung des Renteneintrittsalters an Lebenserwartung ab.
- • 58 % finden, Klimaschutz auch in Krisen nicht vernachlässigen.
Kanzlerzufriedenheit auf Tiefstand
Die Juli-Werte des ARD-DeutschlandTrends zeigen eine Rekord-Unzufriedenheit mit Bundeskanzler Friedrich Merz: Nur 13 Prozent der Befragten sind mit ihm zufrieden, fünf von sechs unzufrieden. Nie zuvor in der fast 30-jährigen Geschichte der Umfrage wurde ein amtierender Kanzler schlechter bewertet. Auch die Regierungskoalition aus Union und SPD steht unter massivem Druck.
Sonntagsfrage: AfD vor Union
In der Sonntagsfrage liegt die AfD mit 27 Prozent erstmals fünf Punkte vor der Union (22 Prozent). Die SPD fällt auf 12 Prozent, liegt damit hinter den Grünen (15 Prozent) und knapp vor der Linken (11 Prozent). Die Zahlen spiegeln die wachsende Unzufriedenheit der Wähler mit der Arbeit von Schwarz-Rot.
Rentenreform verhalten bewertet
Die Reformpläne zur Rente stoßen auf geteiltes Echo. 35 Prozent glauben, die Rentenversicherung werde damit stabiler, 52 Prozent nicht. In der Breite der Bevölkerung erfährt die Einbeziehung von Selbstständigen und Politikern in die Rentenversicherung hohen Zuspruch (84 Prozent). Die geplante kapitalgedeckte Zusatzrente kommt mit 56 Prozent Zustimmung an, bei Anhängern der AfD auf Ablehnung. Dagegen lehnt eine Mehrheit von 63 Prozent die Kopplung des Renteneintrittsalters an die Lebenserwartung ab, 70 Prozent sind gegen die Abschaffung der Rente mit 63.
Wirtschaftssorgen und Klimaziele nicht vergessen
Fast vier von fünf Deutschen fürchten um den Wirtschaftsstandort, jeder vierte Erwerbstätige sorgt sich um den eigenen Arbeitsplatz. Trotz widriger Umstände wollen 58 Prozent nicht, dass der Klimaschutz in der Politik zurückgesetzt wird – nur 36 Prozent befürworten eine vorübergehende Zurückstellung. Die extreme Hitze der Vorwoche sorgt zudem für breite Zustimmung (neun von zehn Befragten) zu politisch geförderten Investitionen in eine klimafestere Infrastruktur.
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