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Politik 02.07.2026, 17:01 Aktualisiert: 02.07.2026, 18:04

Kulturministerin Nandy verlässt X: Britische Regierungsabteilung kehrt Elon Musks Plattform den Rücken

Kulturministerin Lisa Nandy verlässt mit ihrem Ministerium die Plattform X.

Wichtige Fakten

  • Kulturministerin Lisa Nandy verlässt mit ihrem Ministerium die Plattform X.
  • Begründet wurde der Schritt mit Missbrauch, Desinformation und rechtsextremen Inhalten.
  • X fördere nicht mehr freie Debatte, sondern schade der Demokratie, so Nandy.
  • Zuvor hatte bereits die Generalstaatsanwaltschaft X den Rücken gekehrt.
  • Mehrere Abgeordnete verließen X nach Berichten über Missbrauch des KI-Tools Grok.

Austritt aus Protest: Kulturministerium verlässt X

Die britische Kulturministerin Lisa Nandy hat angekündigt, dass sie und ihr Ministerium die Plattform X (ehemals Twitter) von Elon Musk verlassen werden. In ihrem letzten Beitrag auf der Plattform erklärte Nandy, X sei „nicht gesund für unsere Demokratie oder unsere Gemeinschaften“. Sie wolle eine Plattform nicht weiter unterstützen, die fortlaufend Missbrauch, Desinformation und rechtsextreme Inhalte begünstige – anstatt – wie einst beabsichtigt – den freien Meinungsaustausch zu fördern. Nandy verwies darauf, dass der X-Eigentümer Elon Musk mit seinen Beiträgen immer wieder Polarisierung und Gewalt schüre. Staatliche Stellen hätten die Verantwortung, für respektvolle Diskussionen ohne Hass und Hetze zu sorgen – und das könne X nicht mehr bieten.

Wachsender Unmut über Musks Plattform

Die Entscheidung des Kulturministeriums ist bereits der zweite Austritt einer britischen Regierungsbehörde von X, nachdem zuvor der Generalstaatsanwalt Richard Hermer sein Büro von der Plattform abgezogen hatte. Hermer bezeichnete die Diskussionskultur auf X als von „Rassismus und Frauenfeindlichkeit durchzogen“ und wollte sich nicht mehr daran beteiligen. Weitere Abgeordnete sowie die Labour-Partei selbst waren bereits ausgetreten, nachdem bekannt geworden war, dass X’ KI-Tool Grok genutzt wurde, um sexualisierte Bilder, auch von Kindern, zu erstellen. Ausgelöst wurde der Schritt unter anderem durch Vorfälle in Southampton und Belfast, bei denen von X ausgehende rechtsextreme Hetze zu gewaltsamen Auseinandersetzungen beigetragen hatte. Musk hatte mit Großbritannien abgerechnet und das Land aufgefordert, künftige Regierungsentscheidungen zu akzeptieren, andernfalls drohe „Gewalt von unten“.

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