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International 21.08.2026, 07:11 Aktualisiert: 21.08.2026, 10:02

Australien erhebt Anklage gegen Russen wegen Spionage für Moskau

Vladimir Teslov, 27, wegen versuchter ausländischer Einflussnahme angeklagt.

Wichtige Fakten

  • Vladimir Teslov, 27, wegen versuchter ausländischer Einflussnahme angeklagt.
  • Er reiste 2024 nach Russland, trainierte dort und trat in ukrainische Armee ein.
  • Er soll Daten zu Personal und Standorten der ukrainischen Armee weitergegeben haben.
  • AFP durchsuchte Wohnungen in Brisbane, beschlagnahmte Geräte und verweigerte Kaution.
  • Es ist der erste Fall von ausländischer Einflussnahme mit Russland-Bezug in Australien.

Ermittlungen der Bundespolizei

Die australische Bundespolizei (AFP) hat einen russisch-australischen Doppelbürger wegen versuchter ausländischer Einflussnahme angeklagt. Dem 27-jährigen Vladimir Teslov wird vorgeworfen, Informationen über die ukrainischen Streitkräfte an Personen weitergegeben zu haben, die er für russische Geheimdienstmitarbeiter hielt. Die Straftat kann mit bis zu 20 Jahren Haft bestraft werden.

Reise nach Russland und Ukraine

Nach Angaben der Polizei reiste Teslov im Oktober 2024 nach Russland, um dort eine militärische Ausbildung zu absolvieren. Nach seiner Rückkehr nach Australien pflegte er Kontakte zu mutmaßlichen russischen Geheimdienstlern. Im Mai 2025 reiste er in die Ukraine und schloss sich deren Armee an. Dort verschaffte er sich Zugang zu Informationen über Militärpersonal, Einheiten und Standorte.

Risiko für ukrainisches Militär

Die AFP-Kommissarin Krissy Barrett erklärte, dass Teslovs Versuche, die Informationen zu teilen, die Sicherheit ukrainischer Militärangehöriger gefährdet hätten. Er wurde am Donnerstag festgenommen, mehrere Wohnungen in Brisbane durchsucht und elektronische Geräte beschlagnahmt. Teslov lebte zuletzt in Victoria und war arbeitslos. Es gebe keine Hinweise auf eine Verbindung zu einem früheren Spionagefall in Brisbane.

Keine direkte Bedrohung Australiens

Barrett betonte, dass Teslov keine direkte Bedrohung für Australien dargestellt habe. Die Ermittlungen dauern an und weitere Festnahmen seien möglich. ASIO-Vizedirektorin Claire McGuinness warnte, ausländische Einflussnahme sei eine Bedrohung für Leben und Lebensweise und kündigte eine Null-Toleranz-Politik an. Der Fall wurde vor einem Gericht in Brisbane verhandelt, das die Kaution verweigerte. Der nächste Termin ist der 2. Oktober. Die russische Botschaft in Canberra zeigte sich überrascht und kündigte an, die Umstände zu prüfen.

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