Australien: Rückkehrerinnen aus Syrien angeklagt
Wichtige Fakten
- • 13 Frauen und Kinder aus Syrien nach Australien zurückgekehrt.
- • Janai Safar wegen IS-Mitgliedschaft angeklagt (bis zu 10 Jahre Haft).
- • Kawsar Abbas (53) und Tochter Zeinab Ahmad (31) angeklagt wegen Versklavung (bis zu 25 Jahre).
Hintergrund der Rückkehr
Am Donnerstag kehrte eine Gruppe von 13 australischen Staatsbürgerinnen und Kindern aus syrischen Internierungslagern nach Australien zurück – zwei Flüge landeten in Sydney und Melbourne. Die Frauen und Kinder verbrachten über sieben Jahre unter der Herrschaft des Islamischen Staates (IS) und in Lagern. Die Polizei nahm drei Frauen fest.
Strafrechtliche Konsequenzen
Janai Safar (32) wurde in Sydney angeklagt, weil sie ein erklärtes Konfliktgebiet betreten und einer terroristischen Vereinigung angehört habe. Die beiden anderen Festgenommenen – Kawsar Abbas (53) und ihre Tochter Zeinab Ahmad (31) – wurden in Melbourne wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit angeklagt, darunter Versklavung und Besitz von Sklaven. Ihnen drohen bis zu 25 Jahre Haft.
Politische Reaktionen
Die Rückkehr löst kontroverse Debatten aus: Die Opposition kritisiert die Regierung, die Exekution von IS-Sympathisanten nicht verhindert zu haben, während Minister die Sicherheitsmaßnahmen betonen. Die Kinder der Gruppe sollen Unterstützung wie psychologische Hilfe und Deradikalisierungsprogramme erhalten. Die Bundespolizei ermittelt seit 2015 in dem Fall.
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