Trump-Vertrauter Stone für Myanmar-Junta tätig
Wichtige Fakten
- • Roger Stone erhält 50.000 Dollar monatlich von Myanmars Junta.
- • Ziel: Wiederherstellung der Beziehungen zwischen Washington und Myanmar.
- • Stone ist Trump-Vertrauter und wurde 2020 begnadigt.
- • Junta wird Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorgeworfen.
Situation
Der US-Lobbyist Roger Stone, ein langjähriger Freund und Verbündeter von Donald Trump, wird dafür kritisiert, 50.000 Dollar monatlich von Myanmars Militärjunta anzunehmen. Laut Akten, die im Rahmen des US Foreign Agents Registration Act eingereicht wurden, soll Stone die Beziehungen zwischen Washington und der militärgestützten Regierung Myanmars wiederherstellen. Die Junta ist seit ihrem Putsch 2021 international isoliert und wird beschuldigt, Gräueltaten, die als Kriegsverbrechen gelten könnten, begangen zu haben.
Reaktionen
Die zivilgesellschaftliche Gruppe Justice for Myanmar wirft Stone und seiner Firma DCI Group vor, von einer schwer sanktionierten Junta zu profitieren, die Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit begehe. Die USA hatten bereits Sanktionen gegen Personen und Unternehmen verhängt, die mit Myanmars Militär verbunden sind, sowohl wegen mutmaßlichen Völkermords an der Rohingya-Minderheit als auch wegen des Putsches 2021.
Hintergrund
Die Junta hielt 2024 „Scheinwahlen“ ab, die international verurteilt wurden. Der bewaffnete Konflikt im Land eskaliert weiter. Im März 2025 starben laut ACLED über 450 Menschen bei Luft- und Drohnenangriffen, die höchste monatliche Zahl seit Beginn des Widerstands gegen den Putsch.
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