Australiens Glücksspielreform: Koalition fordert strengere Regeln
Wichtige Fakten
- • Koalition will Änderungen an Glücksspielgesetz.
- • Es werden strengere Regeln für Wettanreize gefordert.
- • Zeugen berichten von Drogen und Sexarbeit für Spieler.
- • Die Opposition kritisiert unzureichende Reform von Labour.
Hintergrund
Die australische Regierung unter Labour steht bei ihrem Gesetz zur Eindämmung der Online-Glücksspielwerbung unter starkem Druck: Die Opposition, allen voran die Liberal-Nationale Koalition, hat angekündigt, dem Gesetz nur mit erheblichen Änderungen zuzustimmen. Neben der Koalition fordern auch die Grünen und unabhängige Senatoren strengere Regeln – insbesondere ein Verbot von Werbeanreizen, die risikoreiche oder gefährdete Spieler anlocken.
Zeugenaussagen
Bei der Anhörung im Untersuchungsausschuss sorgten Aussagen für Aufsehen: Ehemalige Spieler und Aktivisten berichten, dass Glücksspielfirmen Problemspielern Drogen wie Kokain und sexuelle Dienstleistungen angeboten haben, um sie zum Weiterspielen zu bewegen. Diese Enthüllungen haben den Druck auf die Regierung massiv erhöht, wirksame Maßnahmen gegen solche Praktiken zu ergreifen. Auch aus der eigenen Fraktion von Labour mehren sich Stimmen, die eine härtere Gangart fordern.
Kritik und Reformbedarf
Die Kommunikationsministerin der Opposition Sarah Henderson wirft der Regierung vor, die Empfehlungen des parlamentarischen Untersuchungsberichts von Peta Murphy aus dem Jahr 2023 zu ignorieren, der unter anderem ein vollständiges Verbot von Glücksspielanreizen und Werbung für diese vorgesehen hatte. Henderson kritisierte insbesondere, dass das Gesetz Werbegeschenke ignoriert und weiterhin mehrere Werbeeinblendungen pro Stunde in Kindersendungen erlaubt. Indem sie eine Überarbeitung des Gesetzes fordern, verhindern Koalition und oppositionelle Parteien bisher, dass das Gesetz in seiner jetzigen Form verabschiedet wird.
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