Australiens Immobilienmarkt: Weniger Investoren, mehr Hoffnung für Erstkäufer
Wichtige Fakten
- • Kredite an Investoren fielen im Juni-Quartal um 8,6 %.
- • Kredite für Neubauten stiegen auf Rekordhöhe (plus 4,4 %).
- • Erstkäufer-Kredite sanken um 2,9 % im Quartal.
- • Zinserhöhungen und Steueränderungen dämpfen Preise.
Rückgang der Investitionskredite
Die neuesten Daten der australischen Statistikbehörde zeigen einen deutlichen Rückgang der Kredite an Immobilieninvestoren. Im Dezemberquartal fielen diese um 8,6 %, nachdem sie im Vorquartal bereits um 4,7 % gesunken waren. Auch die Gesamtzahl der neuen Hypotheken ging um 5,4 % zurück. Experten führen diese Entwicklung auf mehrere Zinserhöhungen der Reserve Bank of Australia sowie auf Steueränderungen im Bundeshaushalt zurück, die Anreize für Investitionen in Bestandsimmobilien reduziert haben.
Neubauten im Fokus
Während Investitionen in bestehende Häuser stark zurückgingen, verzeichneten Neubauten einen Anstieg: Die Zahl der Kredite für neue Gebäude erreichte einen Rekordwert (plus 4,4 %). Dieser Trend deutet auf eine Verlagerung hin zu neuen Wohnprojekten hin, was langfristig das Angebot an Mietwohnungen erhöhen könnte.
Erster Hoffnungsschimmer für Erstkäufer
Die Kredite an Erstkäufer fielen leicht um 2,9 %, doch Ökonom Saul Eslake sieht darin eine positive Entwicklung: Der Rückgang der Investorenkäufe von Bestandsimmobilien bedeute weniger Konkurrenz für Erstkäufer. Auch Maiy Azize von der Organisation Everybody's Home wertet die Daten als Schritt zu mehr Fairness auf dem Wohnungsmarkt. Die Regierungsreformen scheinen den Markt neu auszubalancieren.
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