BAE Systems verklagt: 120 Mio. Pfund Schadenersatz wegen eingestellter Hilfsflüge
Wichtige Fakten
- • BAE Systems streicht Unterstützung für ATP-Flugzeuge.
- • EnComm Aviation verklagt BAE auf £120 Mio.
- • 18.677 Tonnen Hilfsgüter wurden 2023–2024 transportiert.
- • BAE erzielt Rekordumsatz von über £30 Mrd.
- • Krise betrifft Südsudan, Somalia und DRC.
Klage gegen Rüstungskonzern
BAE Systems, der größte britische Rüstungskonzern, steht vor einer 120 Millionen Pfund schweren Klage des kenianischen Frachtunternehmens EnComm Aviation. EnComm wirft BAE vor, die Wartung und Zulassung für seine ATP-Flugzeuge eingestellt zu haben, womit Hilfslieferungen in Krisenregionen wie Südsudan, Somalia und der Demokratischen Republik Kongo unmöglich wurden. Betroffen sind abgelegene Gebiete, die nur von Kurzstartpisten versorgt werden können.
Auswirkungen auf humanitäre Hilfe
Zwischen 2023 und 2024 hatte EnComm 18.677 Tonnen Hilfsgüter transportiert. Nach BAE’s Entscheidung mussten Verträge mit der UN gekündigt werden, darunter ein Programm für 6,5 Millionen hungernde Menschen in Somalia. EnComm verlange nun Schadensersatz in Höhe des entgangenen Geschäfts und des Wertverlusts seiner Flotte, die nun kaum noch etwas wert sei, so die Klageschrift vor dem Londoner High Court.
Hintergrund des Konflikts
BAE hatte zuvor Rekordumsätze erzielt, unter anderem durch gestiegene Verteidigungsausgaben. EnComm verweist auf E-Mails und Treffen mit BAE-Managern, die eine mindestens fünfjährige Fortführung der Unterstützung suggeriert hätten. BAE hingegen äußerte sich nicht zu dem Verfahren. Die Klage wirft dem Konzern vor, Profite über humanitäre Verantwortung zu stellen.
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