Bargeld erlebt in der EU ein Comeback – als Krisenreserve
Wichtige Fakten
- • Banknoten im Euroraum: Anstieg von ca. 1 Mrd. auf 1,6 Mrd. seit 2016.
- • EU-Bürger sollen für 72 Stunden Bargeld und Vorräte bunkern.
- • Mehr als 31 Mrd. Banknoten im Umlauf, vor Pandemie 24 Mrd.
- • 50-Euro-Schein ist die beliebteste Banknote in 2025.
- • Österreich, Finnland und Co. empfehlen 70-100 Euro pro Haushalt.
Bargeldbestand im Euroraum wächst trotz Digitalisierung
Die Europäische Zentralbank (EZB) verzeichnet einen Anstieg der Banknoten im Umlauf. Laut Chefvolkswirt Philip Lane steigt die Gesamtzahl der Scheine, obwohl sie im Alltag seltener für Bezahlungen genutzt wird. Grund sind wachsende Sorgen der Bürger über Kriege, Cyberangriffe und Naturkatastrophen. Der Gesamtwert stieg von rund 1 Mrd. Euro im Jahr 2016 auf 1,6 Mrd. Euro im Juni 2026.
Krisenvorsorge als Treiber
Besonders nach den verheerenden Waldbränden und der Cyberattacke auf Marks & Spencer raten Experten und Behörden zur Bargeldreserve. EU-Bürger sollen für 72 Stunden Vorräte und Bargeld bereithalten. Länder wie Österreich, Finnland, Deutschland, Schweden und die Niederlande empfehlen 70 bis 100 Euro pro Haushalt für den Notfall.
Bargeld als gesellschaftliche Notwendigkeit
Die Ökonomin Olive McCarthy betont, dass Bargeld auch für die finanzielle Inklusion wichtig ist. Besonders ältere Menschen, Opfer häuslicher Gewalt oder Kinder mit finanzieller Bildung profitieren. Die EZB sieht Bargeld als wichtigen Bestandteil der nationalen Krisenvorsorge – und fordert gesetzliche Garantien für Geldautomaten in allen EU-Regionen.
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