Baugenehmigungen steigen erstmals seit 2021 – doch Wohnungsbau bleibt hinter Bedarf zurück
Wichtige Fakten
- • 2025 wurden 238.500 Wohnungen genehmigt, ein Plus von 10,8 Prozent.
- • Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser stiegen um 17,2 Prozent auf 44.500.
- • Die Stimmung in der Bauwirtschaft hat sich laut Ministerin verbessert.
- • Branche schätzt nur 225.000 Fertigstellungen bei Bedarf von 325.000 Wohnungen.
- • Regierung will mit "Bau-Turbo" Genehmigungen beschleunigen.
Zahlen des Statistischen Bundesamtes
Nach drei Jahren rückläufiger Zahlen genehmigten deutsche Behörden 2025 wieder mehr neue Wohnungen. Laut Destatis wurden insgesamt 238.500 Wohnungen und Häuser genehmigt, ein Plus von 10,8 Prozent gegenüber 2024, das den niedrigsten Stand seit 2010 aufwies. Besonders stark zogen Einfamilienhäuser mit einem Anstieg von 17,2 Prozent auf 44.500 Genehmigungen an.
Bewertung durch Politik und Branche
Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) wertet den Anstieg als Beleg für eine beginnende Trendwende, unterstützt durch ein Plus von 17,8 Prozent im zweiten Halbjahr. Der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sieht gebrochenen Negativtrend und verbesserte Stimmung, warnt aber, dass mehr Genehmigungen nicht automatisch mehr Bau bedeuten.
Anhaltende Herausforderungen
Branchenvertreter betonen, dass der Wohnungsbau weiterhin hinter dem Bedarf zurückbleibt. Schätzungen zufolge wurden 2025 nur etwa 225.000 Wohnungen fertiggestellt, während jährlich mindestens 325.000 benötigt werden. Nötig seien laut Immobilienverband Deutschland schnellere Genehmigungsverfahren und Entlastungen bei Steuern.
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