Spendenbereitschaft in Deutschland sinkt 2025 deutlich
Wichtige Fakten
- • 2025 sanken Privatspenden um 9% auf 4,65 Milliarden Euro.
- • Spendeneinnahmen für Umwelt- und Klimaschutz stiegen um 30%.
- • Die Generation 60 plus bleibt mit 58% Anteil spendenfreudigste Gruppe.
- • Für internationale Projekte wurde 10% weniger gespendet als 2024.
- • Die durchschnittliche Spendenhöhe stieg auf einen Rekordwert von 46 Euro.
Spendenrückgang bei steigender durchschnittlicher Spendenhöhe
Die Menschen in Deutschland spendeten 2025 insgesamt 4,65 Milliarden Euro, was einem Rückgang von neun Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht und das niedrigste Niveau seit 2013 darstellt. Während die Zahl der Spender um etwa 848.000 auf 15,8 Millionen sank, stieg die durchschnittliche Spendenhöhe um drei Euro auf einen Rekordwert von 46 Euro.
Veränderungen in den Spendenbereichen
Die Spendeneinnahmen entwickelten sich je nach Bereich unterschiedlich: So stiegen die Einnahmen für Natur-, Umwelt- und Klimaschutz um 30 Prozent, und auch soziale Zwecke wie Armut und Obdachlosigkeit verzeichneten Zuwächse von 10,8 Prozent. Dagegen gingen die Spenden für nationale und internationale Projekte zurück, und Bereiche wie Kultur- und Denkmalpflege sowie Geflüchtetenhilfe mussten teils deutliche Rückgänge hinnehmen.
Regionale und demografische Unterschiede
Die Generation 60 plus bleibt mit einem Anteil von 58 Prozent die spendenfreudigste Altersgruppe, obwohl auch hier die Einnahmen um zwölf Prozent sanken. Regional gab es erhebliche Unterschiede: Während in Nordrhein-Westfalen die Einnahmen um mehr als ein Drittel stiegen, sanken sie in Baden-Württemberg um 30 Prozent und in ostdeutschen Bundesländern um elf Prozent seit 2019.
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