Schulbus durchbricht Schranke: Vier Tote bei Zugkollision in Belgien
Wichtige Fakten
- • Busfahrer durchbrach geschlossene Schranke, Kamera beweist.
- • Zwei Kinder (12 und 15 Jahre), Busfahrer (49) und Betreuer (27) starben.
- • Zug traf Bus trotz Notbremsung mit ca. 120 km/h.
- • Fünf Kinder schwer verletzt, außer Lebensgefahr.
- • Schwerstes Zugunglück an Bahnübergang in belgischer Geschichte.
Unfallhergang
Am 26. Mai 2026 gegen 08:00 Uhr durchbrach ein Schulbus in Buggenhout bei Brüssel eine geschlossene Bahnschranke und wurde von einem Zug mit rund 120 km/h erfasst. Überwachungskameras zeigen laut dem Eisenbahnnetzbetreiber Infrabel, dass die Schranken geschlossen und die Ampeln rot waren. Der Zugführer leitete eine Notbremsung ein, konnte den Aufprall jedoch nicht verhindern. Die belgische Bundespolizei bestätigt, dass der Bus die Schranke durchbrochen hat.
Opfer und Verletzte
Bei dem Unfall starben vier Menschen: zwei Kinder im Alter von 12 und 15 Jahren, ein 49-jähriger Busfahrer und ein 27-jähriger Begleiter. Fünf weitere Kinder wurden schwer verletzt, schweben aber nach offiziellen Angaben nicht in Lebensgefahr. Die rund 100 Zugpassagiere blieben unverletzt, eine Person erlitt einen Schock. Der Bürgermeister von Buggenhout, Geert Hermans, zeigte sich tief getroffen und sprach den Opfern sein Mitgefühl aus. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und belgische Spitzenpolitiker kondolierten.
Hintergrund und Ursache
Das Unglück ist nach Angaben der belgischen Bahngesellschaft SNCB das schwerste an einem Bahnübergang in der Geschichte Belgiens. Die Staatsanwaltschaft hat ein Verfahren zur Untersuchung des Falls eingeleitet. Es ist noch unklar, warum der Busfahrer die Schranke durchbrach. Offenbar fuhr der Bus weiter, als der Zug bereits nahte. Die genauen Umstände werden derzeit ermittelt.
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