FIFA hebt Balogun-Sperre nach Trump-Anruf auf – Internationale Kritik
Wichtige Fakten
- • FIFA setzt Baloguns Sperre für ein Jahr zur Bewährung aus.
- • US-Präsident Trump bat Infantino per Telefon um Überprüfung.
- • Belgiens Berufung wurde von FIFA als unzulässig abgewiesen.
- • UEFA spricht von „roter Linie“ und „unhaltbarer Entscheidung“.
- • Tuchel warnt vor gefährlichem Präzedenzfall für Schiedsrichter-Entscheidungen.
Hintergrund: Die Rote Karte und ihre Folgen
Die FIFA hat die Rotsperre für US-Stürmer Folarin Balogun aufgehoben, nachdem dieser im Sieg gegen Bosnien-Herzegowina die Rote Karte gesehen hatte. Balogun hätte im Achtelfinale gegen Belgien gesperrt werden müssen, doch die FIFA setzte die Sperre für ein Jahr aus. Grundlage war Artikel 27 des Disziplinarreglements, der die Aussetzung von Strafen ermöglicht. Balogun trifft nun am Dienstag auf Belgien. Der belgische Verband zeigte sich „erstaunt“ und kündigte rechtliche Schritte an.
Trumps Anruf bei Infantino bestätigt
US-Präsident Donald Trump bestätigte, dass er FIFA-Chef Gianni Infantino anrief, um eine Überprüfung der Roten Karte zu erbitten. „Ich dachte nicht, dass es ein Foul war“, sagte Trump. Infantino betonte, der Fall sei von unabhängigen Gremien entschieden worden. Trump hatte mehrfach bei der FIFA interveniert. Die brasilianische Konföderation verteidigte Schiedsrichter Raphael Claus und wies Vorwürfe der Parteilichkeit zurück.
Internationale Reaktionen und Kritik
Die Entscheidung stieß international auf scharfe Ablehnung. UEFA sprach von einer „roten Linie“ und nannte den Vorgang „beispiellos und unverständlich“. Englands Trainer Thomas Tuchel warnte vor einem Präzedenzfall und der Unklarheit über Schiedsrichterentscheidungen. Jürgen Klopp sprach von einer „verrückten“ Entscheidung, während DFB-Präsident Bernd Neuendorf Aufklärung forderte. Die FIFA hatte zuvor mitgeteilt, dass Belgien nicht als Verfahrenspartei betrachtet wird.
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