BMW senkt Prognose drastisch: China-Krise und Iran-Krieg belasten Autobauer
Wichtige Fakten
- • BMW erwartet deutlichen Rückgang des Vorsteuergewinns um über 15 Prozent.
- • Operative Marge sinkt auf ein bis drei Prozent (zuvor vier bis sechs).
- • Weltweite Auslieferungen sollen leicht zurückgehen, vor allem in China.
- • Hohe Energiepreise wegen Iran-Krieg belasten Kosten und Verbraucherstimmung.
- • BMW-Aktie fällt um elf Prozent auf Tiefststand seit 2020.
Prognosegesenkung und Hintergründe
BMW hat seine Jahresprognose für 2026 deutlich gesenkt. Der Münchner Autobauer rechnet nun mit einem „deutlichen“ Rückgang des Vorsteuergewinns – laut Definition ein Minus von über 15 Prozent. Grund sind die Krise auf dem chinesischen Automarkt und die Folgen des Iran-Kriegs. Die operative Marge im Autogeschäft soll nur noch ein bis drei Prozent betragen, der Barmittelzufluss sinkt auf über 2,5 Milliarden Euro. Die weltweiten Auslieferungen dürften leicht zurückgehen.
China-Einbruch und Energiekosten
In China habe sich der Rückgang im zweiten Quartal beschleunigt, vor allem bei Verbrennern und zuletzt auch bei Elektroautos, unter anderem aufgrund des Wegfalls von Förderungen. Der Absatz sei im Mai um über 20 Prozent eingebrochen. Auch das starke Geschäft in Europa und den USA kann dies nicht ausgleichen. Zusätzlich belasten hohe Energiepreise infolge des Iran-Kriegs die Kosten und die Verbraucherstimmung.
Reaktion des Konzerns
Der neue BMW-Chef Milan Nedeljkovic will Struktur- und Effizienzmaßnahmen beschleunigen, nannte aber noch keine Details. Die neue Elektroauto-Generation „Neue Klasse“ soll in den nächsten Jahren helfen. Die BMW-Aktie fiel um elf Prozent auf den tiefsten Stand seit 2020.
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