Börsen unter Druck: Nahost-Krieg und Unicredit-Übernahmeangebot belasten Märkte
Wichtige Fakten
- • Der DAX startete mit 0,1% Gewinn bei 23.475 Punkten nach Verlusten.
- • Die Ölpreise stiegen um über 3%, Brent erreichte 106,50 USD/Barrel.
- • Unicredit bot 30,80 Euro je Aktie für eine Übernahme der Commerzbank.
Börsengeschehen am Wochenstart
Der DAX versuchte sich zum Wochenbeginn nach jüngsten Verlusten zu stabilisieren und stieg um 0,1 Prozent auf 23.475 Punkte. Der Krieg im Nahen Osten bleibt das dominierende Thema, wobei der deutsche Leitindex seit Kriegsausbruch vor zwei Wochen über sechs Prozent verloren hat. Die Ölpreise stiegen deutlich, mit Brent auf bis zu 106,50 Dollar je Barrel, da die Versorgung durch die Straße von Hormus beeinträchtigt ist.
Unicredit-Übernahmeangebot für Commerzbank
Die Unicredit hat ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt und bietet 0,485 neue Stammaktien je Commerzbank-Aktie, was etwa 30,80 Euro entspricht. Die Commerzbank-Aktie stieg zu Handelsbeginn um 3,5 Prozent. Das Angebot zielt darauf ab, die 30-Prozent-Hürde im deutschen Übernahmerecht zu überwinden, stößt aber auf Widerstand von Management, Arbeitnehmervertretern und der Bundesregierung.
Wirtschaftliche Risiken und Zentralbanken
Die Sorge vor Stagflation wächst, mit steigenden Energiepreisen als Belastung für Inflation und Wachstum. Die US-Notenbank Fed und die Europäische Zentralbank entscheiden diese Woche über Leitzinsen, wobei der Fokus auf dem Umgang mit dem erwarteten "Inflationsbuckel" liegt. Asiatische Börsen wie der Nikkei-Index verloren leicht, belastet durch die Nahost-Eskalation und in China durch die Immobilienkrise.
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