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International 18.04.2026, 13:06 Aktualisiert: 18.04.2026, 18:06

Brandanschlag auf ehemalige jüdische Einrichtung in London untersucht

Counter-Terror-Polizei ermittelt wegen Brandanschlag in Hendon, London.

Wichtige Fakten

  • Counter-Terror-Polizei ermittelt wegen Brandanschlag in Hendon, London.
  • Angriff auf ehemalige Einrichtung der jüdischen Bildungsorganisation Jewish Futures.
  • Keine Verletzten, nur geringer Sachschaden an der Tür.
  • Islamistische Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia beansprucht Tat für sich.
  • Vier Verdächtige bereits wegen Brandanschlägen auf jüdische Ambulanzen in Haft.

Ermittlungen laufen

Die Counter-Terror-Polizei in London leitet die Ermittlungen zu einem Brandanschlag auf ein Geschäft in Hendon, Nordwest-London. Der Angriff ereignete sich am Freitagabend gegen 22:30 Uhr an einem Gebäude, das früher von der jüdischen Bildungsorganisation Jewish Futures genutzt wurde. Ein Mann wurde beobachtet, wie er eine Plastiktüte mit drei Flüssigkeitsbehältern anzündete und floh, als diese nicht vollständig in Brand gerieten. Es entstand nur oberflächlicher Schaden an der Tür, und es wurden keine Verletzten gemeldet.

Hintergrund und Verbindungen

Die Polizei behandelt den Vorfall derzeit nicht als terroristischen Akt, behält sich aber alle Motive offen. Aufgrund von Ähnlichkeiten zu anderen jüngeren Angriffen – darunter Brandanschläge auf eine Synagoge in Finchley, eine persischsprachige Medienorganisation und jüdische Ambulanzen in Golders Green – sind Counter-Terror-Einheiten involviert. Die islamistische Gruppe Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia, die Verbindungen zum Iran haben soll, hat die Verantwortung für den Angriff auf Jewish Futures sowie für andere Vorfälle beansprucht, was jedoch nicht verifiziert ist.

Reaktionen und Sicherheitsmaßnahmen

Die Polizei hat ihre Präsenz in der Gegend verstärkt, einschließlich bewaffneter Patrouillen und speziell geschulter Beamter, um verdächtiges Verhalten zu erkennen. Die Community Security Trust (CST), eine Organisation zum Schutz der jüdischen Gemeinschaft, arbeitet eng mit der Polizei zusammen und ruft zur Ruhe und zur Meldung verdächtiger Aktivitäten auf. Lokale Politiker äußerten Besorgnis über die Auswirkungen auf die jüdische Gemeinschaft, insbesondere angesichts früherer Angriffe.

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