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International 18.04.2026, 16:27 Aktualisiert: 18.04.2026, 23:04

Tödlicher Amoklauf in Kiew: Täter war ukrainischer Staatsbürger mit russischem Hintergrund

Sechs Menschen wurden getötet, mindestens 14 verletzt, darunter ein 12-jähriger Junge

Wichtige Fakten

  • Sechs Menschen wurden getötet, mindestens 14 verletzt, darunter ein 12-jähriger Junge
  • Der Täter war ein 58-jähriger ukrainischer Staatsbürger, geboren in Moskau
  • Er schoss zunächst auf der Straße, nahm dann Geiseln in einem Supermarkt
  • Spezialeinheiten töteten ihn nach 40-minütiger, gescheiteter Verhandlung
  • Die Staatsanwaltschaft untersucht mögliche terroristische Motive und Verbindungen zu Russland

Tödlicher Amoklauf in Kiew

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew hat ein bewaffneter Mann am Samstag sechs Menschen getötet und mindestens 14 weitere verletzt, darunter einen 12-jährigen Jungen. Laut Innenminister Ihor Klymenko begann der Täter, ein 58-jähriger Mann, im Stadtbezirk Demijiwka (Holosiivskyi) mit einem automatischen Gewehr auf Passanten zu schießen, bevor er in einen Supermarkt flüchtete und dort Geiseln nahm.

Geiselnahme und tödliche Stürmung

Polizeiverhandler versuchten etwa 40 Minuten lang, Kontakt mit dem Täter aufzunehmen, der jedoch keine Forderungen stellte und "chaotisch" handelte. Als der Angreifer eine Geisel tötete, gaben die Behörden den Befehl zur Stürmung des Supermarkts. Spezialeinheiten der Polizei erschossen den Mann bei der Festnahme. Vier Geiseln konnten befreit werden.

Ermittlungen zu Hintergrund und Motiven

Die verwendete Waffe war offiziell registriert, und die Umstände der Lizenzvergabe werden nun untersucht. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte, dass der Täter ukrainischer Staatsbürger war, in Moskau geboren wurde und längere Zeit in der besetzten Region Donetsk lebte. Die Staatsanwaltschaft untersucht mögliche terroristische Motive und ob Verbindungen zu Russland bestehen, nachdem Berichte antisemitische und antiukrainische Social-Media-Posts des Täters sowie frühere Aufenthalte in Russland aufdeckten.

Weitere Details und Reaktionen

Vor der Tat setzte der Mann seine Wohnung in Brand. Selenskyj sprach den Angehörigen sein Beileid aus und betonte, dass solche Schusswaffenangriffe in Kiew trotz des Krieges selten sind. Die Ermittlungen von Polizei und Geheimdienst konzentrieren sich auf die genauen Umstände und mögliche ausländische Einflussnahme.

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