Brandanschlag auf jüdische Einrichtung in London: Terrorpolizei ermittelt
Wichtige Fakten
- • Ein Mann zündete eine Tasche mit drei Flaschen vor einem Geschäft in Hendon an.
- • Das Gebäude wurde früher von der jüdischen Bildungsstiftung Jewish Futures genutzt.
- • Die Schäden sind oberflächlich; es gab keine Verletzten.
- • Eine islamistische Gruppe mit Verbindungen zum Iran reklamiert die Tat für sich.
- • Die Polizei erhöht die Präsenz und setzt bewaffnete Patrouillen ein.
Ermittlungen nach Brandanschlag
Die Londoner Terrorpolizei (Counter Terrorism Policing) leitet die Ermittlungen zu einem Brandanschlag auf ein Geschäft in Hendon im Nordwesten Londons. In der Nacht zum Samstag wurde ein Mann beobachtet, wie er eine Plastiktasche mit drei Flaschen vor dem Eingang anzündete. Die Flaschen entzündeten sich nicht vollständig, der Täter floh. Der Ladenfront entstand nur oberflächlicher Schaden durch Brandspuren; Verletzte gab es nicht.
Ziel war jüdische Einrichtung
Das angegriffene Gebäude wurde früher von der jüdischen Bildungsstiftung Jewish Futures als Hauptsitz genutzt, wie die Community Security Trust (CST) bestätigte. Die Polizei behandelt den Vorstand derzeit nicht als Terrorakt, behält sich die Motivklärung aber offen. Bislang gibt es keine Festnahmen.
Serie ähnlicher Vorfälle
Die Terrorpolizei sieht Ähnlichkeiten zu anderen jüngeren Angriffen in Nordwest-London, darunter Brandanschläge auf eine Synagoge in Finchley, auf Rettungswagen einer jüdischen Wohltätigkeitsorganisation in Golders Green und auf ein persischsprachiges Medienunternehmen. Eine islamistische Gruppe mit Verbindungen zum Iran, Harakat Ashab al-Yamin al-Islamia, hat die Verantwortung für diese und den aktuellen Angriff beansprucht, was jedoch nicht verifiziert ist. Die Polizei hat die Präsenz in dem Gebiet verstärkt, einschließlich bewaffneter Patrouillen und speziell geschulter Beamter.
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