Lebenslange Haft für Anschlag auf ver.di-Demonstration in München
Wichtige Fakten
- • Lebenslange Haft und besondere Schwere der Schuld.
- • Zweifacher Mord und versuchter Mord in 23 Fällen.
- • Tat: Auto-Anschlag auf ver.di-Demo in München, Februar 2025.
- • Religiöses Motiv: Reaktion auf Lage in islamischen Ländern.
- • Verteidigung plädierte auf 15 Jahre und Psychiatrie.
Urteil im Münchner Anschlagprozess
Im Prozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine ver.di-Demonstration in München hat das Oberlandesgericht den Angeklagten Farhad N. zu lebenslanger Haft verurteilt. Zudem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt, wodurch eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren erheblich erschwert wird. Der 25-Jährige wurde wegen zweifachen Mordes und versuchten Mordes in 23 Fällen schuldig gesprochen.
Tathergang und Opfer
Farhad N. war im Februar 2025 mit seinem Auto in eine Gruppe von Demonstranten gefahren. Dabei tötete er eine Frau und ihre zweijährige Tochter. Zahlreiche weitere Menschen wurden teils lebensgefährlich verletzt. Der Vorsitzende Richter Michael Höhne schilderte den Tatort als ein 'Trümmerfeld' von zwölf Metern Breite und 23 Metern Länge.
Motiv und Begründung
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der aus Afghanistan stammende Mann absichtlich handelte. Richter Höhne erklärte, Farhad N. habe als Reaktion auf die Situation in islamischen Ländern willkürlich Menschen in Deutschland angreifen und töten wollen. Dies sei als 'gottgefällige Tat' angesehen worden, um sich gegenüber Allah als guter Muslim zu beweisen.
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