Britische Autobauer mit Milliardenlücke bei Kreditkompensation
Wichtige Fakten
- • Das FCA-Entschädigungsprogramm für fehlverkaufte Autokredite beläuft sich auf 9,1 Mrd. £.
- • Autobauer müssen 3,8 Mrd. £ (42%) beisteuern, haben aber nur 803 Mio. £ zurückgestellt.
- • Die durchschnittliche Entschädigung pro Geschädigten beträgt etwa 830 £.
- • Mercedes-Benz hat mit 424 Mio. £ die höchste Rückstellung unter den Autobauern getroffen.
- • Betroffene Kunden wurden zwischen 2007 und 2024 durch Provisionen zwischen Händlern und Kreditgebern übervorteilt.
Entschädigungsprogramm für fehlverkaufte Autokredite
Die britische Finanzaufsichtsbehörde FCA hat ein Entschädigungsprogramm in Höhe von 9,1 Mrd. £ für Kunden aufgelegt, die zwischen 2007 und 2024 fehlverkaufte Autokredite erhalten haben. Von dieser Summe sollen etwa 7,5 Mrd. £ als direkte Entschädigungszahlungen an die Geschädigten fließen, während der Rest für administrative Kosten verwendet wird. Die durchschnittliche Auszahlung pro Person wird auf etwa 830 £ geschätzt.
Finanzielle Lücke bei Autobauern
Während Banken wie Lloyds, Santander und Barclays bereits 3,9 Mrd. £ von ihren erwarteten 5,2 Mrd. £ Anteil zurückgestellt haben, zeigen Unternehmensberichte, dass die Finanzierungsabteilungen von Autobauern wie Ford, BMW, Stellantis und Volkswagen nur 803 Mio. £ für ihren Anteil von 3,8 Mrd. £ bereithalten. Mercedes-Benz hat mit 424 Mio. £ die höchste Rückstellung getroffen, während Volkswagen und Ferrari bisher keine Mittel ausgewiesen haben.
Politische und regulatorische Herausforderungen
Die mangelnde Vorbereitung der Autobauer hat politische Besorgnis ausgelöst, da befürchtet wird, dass hohe Entschädigungszahlungen Investitionen und Arbeitsplätze in Großbritannien gefährden könnten. Lobbybemühungen der Kreditgeber und Interventionen der Regierung, einschließlich der Finanzministerin Rachel Reeves, haben zu Kontroversen geführt. Bis zum 27. April können Betroffene noch Einwände gegen das FCA-Programm erheben, was zu weiteren Verzögerungen führen könnte.
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