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Politik 08.05.2026, 05:50 Aktualisiert: 08.05.2026, 10:01

Reform UK triumphiert bei Kommunalwahlen, Labour verliert massiv

Reform UK gewann über 200 Sitze und Kontrolle über Havering und Newcastle-under-Lyme.

Wichtige Fakten

  • Reform UK gewann über 200 Sitze und Kontrolle über Havering und Newcastle-under-Lyme.
  • Labour verlor über 250 Sitze und verlor Kontrolle über acht Stadträte.
  • Premier Starmer schließt Rücktritt aus, steht aber stark unter Druck.
  • Wahlbeteiligung in England lag bei 43 %, deutlich höher als 2022.
  • Ergebnisse aus Schottland und Wales stehen noch aus.

Große Verluste für Labour bei Kommunalwahlen

Bei den umfangreichen Kommunal und Regionalwahlen in England hat die rechtspopulistische Partei Reform UK von Brexit Kämpfer Nigel Farage über 200 Mandate hinzugewonnen und die Kontrolle über die Stadträte von Havering und Newcastle under Lyme erlangt. Die regierende Labour Partei unter Premier Keir Starmer hingegen musste schwere Einbußen hinnehmen: Mehr als 250 der verteidigten Sitze gingen verloren, in acht Stadträten wie Hartlepool, Southampton und Exeter verlor die Partei ihre Mehrheit. In Arbeitervierteln traten dramatische Verluste auf, so verlor Labour im Wahlkreis der ehemaligen Vize Premier Angela Rayner in Tameside 16 von 17 Sitzen an Reform, und Ministerin Lisa Nandys Gebiet Wigan büßte sämtliche 22 defended Sitze ein. Premierminister Starmer lehnte Rücktrittsforderungen trotz des Ergebnisses ab und betonte, er werde nicht davonlaufen. Die Konservativen verloren ebenfalls über 100 Sitze, können jedoch in London den Westminster Council zurückerobern, während die Liberaldemokraten Stockport und Portsmouth übernehmen und die Grünen rund 30 Sitze gutmachen. Die formelle politische Landschaft bleibt aber zersplittert: Reform UK erzielt im Schnitt 42% Zustimmung in Brexit starken Gebieten während Labour 16 Prozentpunkte gegenüber 2022 einbüßt.

Spannung in Schottland und Wales vor Auszählung

In Schottland und Wales werden erst im Tagesverlauf die Hochrechnungen erwartet. Umfragen zu Folge droht Labour erneut ernste Niederlagen: In Wales könnte die Partei nach 27 Jahren die Regierungsmehrheit verlieren und voraussichtlich hinter Plaid Cymru zurückfallen in Schottland droht ein dritter Platz hinter SNP und Reform UK. Erst am Samstag rechnen Analysten mit vollständigen Ergebnisse, sodass noch in diesen Kontrahenten das Ausmaß des Crashs in diesen „Labour Stammländern“ messbar bleibt. Zum Wahlprofil sorgten auch sechs Bürgermeisterwahlen und in England ein erheblich gestiegene Beteiligung von etwa 6 Punkten auf 43% für eine aufmerksame öffentliche Debatte. Bei vollendeten stacigesetzter Druck Wirtschaftlicher Unfähigkeit muss Premier Starmer den Gegenwind der gescholteten Mandelson Tagen durcharbeiten, der als größte Belastung identifiziert wird.

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