Britische Nahrungsmittelversorgung vor Zerreissprobe
Wichtige Fakten
- • Nahrungsmittelpreise in UK seit 2020 um 40% gestiegen.
- • Ein Drittel des Düngemittelhandels passiert die Strasse von Hormus.
- • 60% der weltweiten Nahrungsmittelproduktion stammt aus fünf Ländern.
- • El Niño-Klimaphänomen droht Nahrungsmittelproduktion und Preise zu treiben.
Preiskontrolle oder Marktversagen?
Die britische Regierung erwägt, Supermärkte zu Preisobergrenzen für Grundnahrungsmittel zu bewegen – stösst dabei aber auf heftigen Widerstand der Branche. Experten warnen, dass die Nahrungsmittelpreise in den kommenden Monaten weiter stark steigen werden, bedingt durch den Iran-Konflikt und ein prognostiziertes Rekord-El-Niño-Ereignis. Beides beeinträchtigt die globale Nahrungsmittelproduktion erheblich.
Kritische Abhängigkeiten
Das britische Ernährungssystem ist besonders verletzlich: Das Land importiert 60% seiner Düngemittel und 50% seines Erdgases. Hinzu kommt, dass 60% der globalen Nahrungsmittelproduktion aus nur fünf Ländern stammt, was die Anfälligkeit für gleichzeitige Schocks (z.B. Klima und Konflikte) erhöht.
Klimakrise trifft Landwirtschaft
Auch die britische Landwirtschaft leidet bereits massiv unter extremen Wetterereignissen: Drei der fünf schlechtesten Ernten im letzten Jahrzehnt, Verluste in Höhe von 2,3 Milliarden Pfund seit 2015. 86% der Bauern berichten von Extremregen, 78% von Dürre in den letzten fünf Jahren.
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