Britische Regierung erwägt gesetzliche Entfernung von Prinz Andrew aus Thronfolge
Wichtige Fakten
- • Prinz Andrew steht trotz Titelverlusts auf Platz acht der britischen Thronfolge.
- • Ermittlungen laufen wegen Verdachts auf Weitergabe vertraulicher Regierungsdokumente an Jeffrey Epstein.
- • Eine Streichung aus der Thronfolge erfordert ein Parlamentsgesetz und Zustimmung von 14 Commonwealth-Staaten.
- • 82% der Briten befürworten laut Umfrage die Entfernung Andrews als potenziellen Thronfolger.
- • Andrew war erstmals seit über 350 Jahren ein ranghohes Mitglied der Königsfamilie in Festnahme.
Thronfolge und Ermittlungen
Die britische Regierung erwägt, Prinz Andrew Mountbatten-Windsor per Gesetz aus der Thronfolge zu streichen, obwohl er trotz Verlusts seiner royalen Titel 2025 weiterhin auf Platz acht steht. Dieser Schritt soll unabhängig vom Ausgang der polizeilichen Ermittlungen erfolgen, die Andrew wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch betreffen – konkret wird ihm vorgeworfen, vertrauliche Regierungsdokumente an den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein weitergegeben zu haben.
Politische und rechtliche Hürden
Für eine Änderung der Thronfolge muss ein Gesetz vom Parlament verabschiedet und von König Charles III. unterzeichnet werden, zudem benötigt es die Zustimmung der 14 Commonwealth-Staaten. Der Buckingham-Palast hat signalisiert, dass dies eine Angelegenheit des Parlaments sei und man sich dem nicht widersetzen werde. Eine YouGov-Umfrage zeigt breite öffentliche Unterstützung: 82% der Briten befürworten die Streichung Andrews aus der Thronfolge.
Historische Dimension und Auswirkungen
Andrews Festnahme markiert ein seltenes Ereignis – erst das dritte hochrangige Mitglied der Königsfamilie seit dem 17. Jahrhundert. Die Affäre belastet nicht nur das Ansehen der Monarchie, sondern hat auch politische Kreise erfasst, da ein parlamentarischer Ausschuss die Rolle von Handelsgesandten überprüfen will. Experten warnen, dass der Skandal einen "Todesstoß für die Monarchie" bedeuten könnte, während die Regierung versucht, eine "Firewall" zwischen der Krise und der Institution zu ziehen.
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