Britische Wettbewerbsbehörde untersucht fünf Firmen wegen möglicher Falschbewertungen
Wichtige Fakten
- • Die CMA untersucht Just Eat, Autotrader, Dignity, Feefo und Pasta Evangelists.
- • Der Fokus liegt auf Erfassung, Moderation und Darstellung von Online-Bewertungen.
- • Seit April 2024 kann die CMA Firmen direkt ohne Gericht bestrafen.
- • Etwa 50% der Online-Bewertungen könnten laut Studien gefälscht sein.
- • Google und Amazon änderten 2025 Prozesse gegen Fake-Reviews.
Untersuchung gegen fünf Unternehmen
Die britische Wettbewerbsbehörde CMA untersucht fünf Firmen, darunter den Essenslieferdienst Just Eat und die Autohandelsplattform Autotrader, auf mögliche Verstöße gegen Verbraucherrecht durch gefälschte oder irreführende Online-Bewertungen. Weitere betroffene Unternehmen sind das Bestattungsunternehmen Dignity, die Bewertungsplattform Feefo und die Pastakette Pasta Evangelists. Die Prüfung konzentriert sich darauf, wie Bewertungen gesammelt, moderiert und Kunden präsentiert werden.
Kooperation und Hintergrund
Alle fünf Firmen erklärten, mit der CMA zu kooperieren, während die Behörde betont, noch keine Schlüsse über Rechtsverstöße gezogen zu haben. Online-Bewertungen beeinflussen jährlich Ausgaben in Milliardenhöhe, doch viele Verbraucher sorgen sich um manipulierte Inhalte. Laut Studien könnten etwa 50% der Online-Bewertungen gefälscht sein, und es gab Fälle von Erpressung durch Fake-Reviews.
Regulatorische Entwicklung
Seit April 2024 verfügt die CMA über neue Befugnisse, Firmen für Verbraucherrechtsverletzungen direkt zu bestrafen, ohne Gerichtsverfahren. Zuvor wurde die Behörde für zu nachsichtiges Vorgehen gegenüber großen Tech-Firmen kritisiert; im Januar 2025 vereinbarten Google und Amazon Änderungen gegen Fake-Reviews. Verbraucherschützer fordern nun strenge Durchsetzung und hohe Strafen, um Vertrauen wiederherzustellen.
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