Britisches Paar in Iran fühlt sich im Kriegsgefängnis von Regierung im Stich gelassen
Wichtige Fakten
- • Britisches Paar Craig und Lindsay Foreman sitzt seit Januar 2025 im Evin-Gefängnis in Teheran.
- • Beide wurden zu zehn Jahren Haft wegen angeblicher Spionage verurteilt, was sie als konstruiert bezeichnen.
- • Die Familie kritisiert die britische Regierung für mangelnde Unterstützung und fehlende öffentliche Unschuldsbeteuerung.
- • Die Haftbedingungen werden als "erschreckend" beschrieben, mit knappen Nahrungsmitteln und ohne medizinische Versorgung.
- • Das Paar reiste trotz Reisewarnung mit gültigen Visa und einem Reiseführer in den Iran.
Haft und Vorwürfe
Das britische Ehepaar Craig und Lindsay Foreman sitzt seit Januar 2025 im Evin-Gefängnis in Teheran, nachdem sie während einer Motorradreise durch den Iran festgenommen wurden. Sie wurden zu zehn Jahren Haft wegen angeblicher Spionage verurteilt, was sie und ihre Familie als konstruiert bezeichnen. In einer über ihren Sohn Joe Bennett veröffentlichten Botschaft äußerten sie Gefühle der Verlassenheit und Frustration gegenüber der britischen Regierung.
Kritik an der britischen Regierung
Die Familie kritisiert die britische Regierung für mangelnde Unterstützung, insbesondere dafür, dass Minister nicht öffentlich die Unschuld des Paares beteuern oder die Haft als willkürlich bezeichnen. Bennett verglich die britische "Abwarte-Haltung" mit entschlosseneren Interventionen Frankreichs und Deutschlands, die zur Freilassung ihrer Bürger führten. Das Außenministerium betonte dagegen, das Wohl britischer Staatsbürger sei Priorität, und nannte die Urteile "völlig unannehmbar und ungerechtfertigt".
Lebensbedrohliche Bedingungen
Die Haftbedingungen im Evin-Gefängnis werden als "erschreckend" beschrieben, mit knappen Nahrungsmitteln, fehlender medizinischer Versorgung und überfüllten Zellen ohne Matratzen. Das Paar befindet sich in einem Kriegsgebiet, wo Explosionen nahe genug sind, um Erschütterungen im Gefängnis zu verursachen. Sie wurden nicht informiert, als das britische Botschaftspersonal vorübergehend abgezogen wurde, was ihre Ängste verstärkte.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.