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International 16.05.2026, 15:20 Aktualisiert: 16.05.2026, 23:00

Buckelwal 'Timmy' tot vor dänischer Insel Anholt gefunden

Der Walkadaver wurde zweifelsfrei als der vermisste Buckelwal identifiziert.

Wichtige Fakten

  • Der Walkadaver wurde zweifelsfrei als der vermisste Buckelwal identifiziert.
  • Ein an der Rückenflosse angebrachter GPS-Sender bestätigte die Identität.
  • Dänische Behörden planen keine Bergung des Kadavers.
  • Die private Rettungsaktion kostete rund 1,5 Millionen Euro.
  • Experten hatten den Transport des geschwächten Tiers abgelehnt.

Identität des toten Wals bestätigt

Der tot vor der dänischen Insel Anholt gefundene Buckelwal ist zweifelsfrei als das zuvor in der Ostsee gestrandete Tier identifiziert worden. Dänische und deutsche Behörden sowie die Tierärztin Anne Herrschaft bestätigten, dass der an der Rückenflosse angebrachte GPS-Sender die Identität des Wals eindeutig belegte. Nachdem der Wal zunächst auf der Seite und dann auf dem Rücken gelegen hatte, erschwerte dies die zunächst erfolglose Suche nach dem Sender, die nach einer erneuten Begutachtung schließlich gelang.

Umstrittene Rettungsaktion und ihr Ausgang

Der männliche Jungwal, der in den Medien den Spitznamen 'Timmy' erhielt, strandete erstmals am 23. März 2026 vor Timmendorfer Strand. Trotz mehrerer Befreiungsversuche der deutschen Behörden und einer privaten Rettungsaktion, bei der der Wal am 2. Mai in der Nordsee freigelassen wurde, überlebte das stark geschwächte Tier nicht. Die Aktion war von Experten und Organisationen wie dem Deutschen Meeresmuseum als „reine Tierquälerei“ kritisiert worden. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus verteidigte den Rettungsversuch und kündigte Gespräche mit den dänischen Behörden über das weitere Vorgehen an.

Kadaver verbleibt an Ort und Stelle

Die dänische Umweltschutzbehörde teilte mit, dass es keine konkreten Pläne zur Bergung des Walkadavers oder zur Durchführung einer Nekropsie gebe. Die Behörde folgt damit der Praxis, der Natur ihren Lauf zu lassen. Sie warnte jedoch davor, sich dem Kadaver zu nähern, da dieser Krankheiten übertragen könne oder aufgrund von Verwesungsgasen explodieren könnte. Der Kadaver liegt etwa 70 Kilometer südlich des Freilassungsortes in der Nordsee.

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