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Gesellschaft 02.05.2026, 07:42 Aktualisiert: 02.05.2026, 10:01

Freigelassener Buckelwal: Zu schwach? Ungewissheit nach Rettung

Wal am Samstagmorgen aus Barge im Skagerrak verschwunden.

Wichtige Fakten

  • Wal am Samstagmorgen aus Barge im Skagerrak verschwunden.
  • Tier lag 29 Tage vor Poel, insgesamt 60 Tage in Ostsee.
  • Privater Initiative gelang Bergung in mit Wasser gefüllten Kahn.
  • Zustand und Peildaten des Wals weiterhin unklar.
  • Experten warnen vor Strandung nach langem Fasten.

Rettungsaktion und Freilassung

Der aus einer flachen Ostsee-Bucht vor der Insel Poel geborgene Buckelwal ist am Samstagmorgen im Skagerrak freigesetzt worden. Das teilte die private Rettungsinitiative mit. Der Wal sei gegen 9 Uhr nicht mehr im Lastkahn gewesen, sagte Jens Schwarck von der Initiative der Nachrichtenagentur dpa. Auf Bildern des Livestream-Anbieters News5 war das Tier nicht mehr im Transport-Kahn zu sehen. Der Konvoi befand sich etwa 70 Kilometer von Skagen entfernt.

Gesundheitszustand und fehlende Daten

In welchem Zustand das Tier das Schiff verließ, blieb unklar. Auch Peildaten stehen bislang nicht zur Verfügung, obwohl das Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern mehrfach nachgefragt hatte. Der Wal, der am Freitag die Nordsee schon fast erreicht hatte und dann abdrehte, verließ den Kahn in ruhigerem Wasser nach Öffnung des Netzes.

Kritik und Risiken

An der Rettungsaktion hatte es viel Kritik gegeben. Das Deutsche Meeresmuseum riet vom Lastkahn-Transport ab wegen Stress- und Verletzungsrisiko. Experten bezweifeln, dass der Wal von der langen Liegezeit erholt normal schwimmen und Nahrung aufnehmen kann, da sein Maul Netzüberreste enthielt. Eine mögliche Strandung wird nicht ausgeschlossen.

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