Bundesregierung steigt bei KNDS-Börsengang ein
Wichtige Fakten
- • Bund erwirbt 40 Prozent bei KNDS-Börsengang, Senkung auf 30 Prozent geplant.
- • Frankreich reduziert Anteil parallel; gemeinsame Stimmrechte bleiben erhalten.
- • KNDS-Chef Enders begrüßt Einstieg, fordert später Abschmelzung der Staatsanteile.
- • Stimmengewicht beider Staaten unabhängig von Anteilshöhe gleich.
Bundesregierung beteiligt sich an KNDS-Börsengang
Die Bundesregierung hat sich entschieden, beim Börsengang des Rüstungskonzerns KNDS einzusteigen und zunächst 40 Prozent der Anteile zu erwerben. Der Anteil soll innerhalb von zwei bis drei Jahren auf 30 Prozent sinken, während Frankreich seine Beteiligung parallel reduziert. Die fusionierte Firma aus Krauss-Maffei Wegmann und Nexter produziert unter anderem Kampf- und Radpanzer.
Zukunft der Staatsbeteiligung unklar
KNDS-Verwaltungsratschef Tom Enders begrüßt den Einstieg des Bundes, mahnt jedoch eine deutliche Abschmelzung der Staatsanteile an. Mittelfristig sollen beide Staaten gemeinsam weniger als 50 Prozent halten. Entscheidungen über Arbeitsplätze und Standorte bedürfen künftig der Zustimmung beider öffentlicher Aktionäre, da die Stimmrechte unabhängig vom Anteilsbesitz gleich bleiben. Die aktuellen privaten Eigentümer wollen den Börsengang zum Ausstieg nutzen.
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