Ernüchternder Börsengang: SMAG ruft verhaltenes Investoreninteresse hervor
Wichtige Fakten
- • SMAG-Aktien starteten mit 35 Euro, weit unter dem Ausgabepreis von 46 Euro.
- • Das Unternehmen ist zu über 99% im Rüstungsgeschäft tätig, baut mobile Antennensysteme.
- • Rüstungsaktien erlebten zuletzt Abverkäufe, KNDS sagte Börsengang ab.
SMAG-Börsengang: Start unter Ausgabepreis
Der Börsengang des Salzgitter Rüstungsunternehmens SMAG Mobile Antenna Masts AG verlief verhalten. Der erste Aktienkurs lag mit 35 Euro deutlich unter dem festgelegten Ausgabepreis von 46 Euro, da sich zunächst zu wenige Käufer fanden. Vorstandschef Ulrich Feindt zeigte sich dennoch zufrieden, an der Börse notiert zu sein. Das Unternehmen, das zu über 99 Prozent mobile Antennensysteme für militärische Einsätze herstellt, sieht in dem Börsengang eine Chance für Wachstum und Marktexpansion.
Branchentrend: Rüstungsinvestments gespalten
Während die Aktien traditioneller Rüstungskonzerne zuletzt unter Druck standen und der Panzerbauer KNDS seinen Börsengang verschob, fließt deutlich Kapital in KI-gestützte Defence-Startups. So sammelte der Münchner Drohnenhersteller Helsing insgesamt 1,8 Milliarden Dollar ein, mit einer Bewertung von 18 Milliarden Dollar. Volkswagen-Ökonom Carsten Brzeski bezweifelt jedoch, dass die Rüstungsindustrie allein die wegfallenden Arbeitsplätze in der Automobilbranche kompensieren kann.
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