Bundesrichter weist Anklage gegen Ex-Polizisten im Fall Breonna Taylor zurück
Wichtige Fakten
- • Bundesrichter Charles Simpson wies Anklage gegen Joshua Jaynes und Kyle Meany zurück.
- • Die Ex-Polizisten wurden Falschaussagen im Durchsuchungsbefehl vorgeworfen.
- • Breonna Taylor wurde 2020 bei einer Polizeiaktion in Louisville erschossen.
- • Ihr Tod löste 2020 landesweite Proteste gegen Polizeigewalt aus.
- • Jaynes und Meany waren bereits 2021 bzw. 2022 entlassen worden.
Rücknahme der Anklage
Ein US-Bundesrichter hat die Anklage gegen zwei ehemalige Polizisten aus Louisville im Fall Breonna Taylor abgewiesen. Charles Simpson, Richter am Bundesbezirksgericht, entschied am Freitag, die Vorwürfe gegen Joshua Jaynes und Kyle Meany fallen zu lassen. Die Bundesanwaltschaft hatte unter der Trump-Regierung beantragt, die Anklage "im Interesse der Gerechtigkeit" einzustellen, nachdem bereits zuvor einige Anklagepunkte gestrichen worden waren.
Hintergrund des Falls
Breonna Taylor wurde im März 2020 bei einer Polizeirazzia in ihrer Wohnung erschossen, nachdem ihr Freund einen Schuss auf die eindringenden Beamten abgefeuert hatte. Die Polizei hatte einen Durchsuchungsbefehl, der auf angeblich falschen Aussagen basierte – Jaynes soll behauptet haben, Taylor erhalte Pakete für einen mutmaßlichen Drogenhändler, ohne dies mit dem Postdienst bestätigt zu haben. Meany, damals Sergeant, genehmigte den Befehl. Der Tod Taylors löste neben dem Fall George Floyd massive Proteste gegen rassistische Polizeigewalt aus.
Juristische Entwicklung
US-Justizminister Merrick Garland hatte die Anklage gegen Jaynes und Meany 2022 in einer öffentlichen Erklärung bekannt gegeben und betont, Taylor hätte noch leben sollen. Jaynes wurde 2021, Meany 2022 aus dem Polizeidienst entlassen. Die nun erfolgte Abweisung der Anklage markiert einen Wendepunkt in dem hochpolitischen Verfahren.
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