Bundesweite Durchsuchungen gegen rechtsextreme Jugendgruppen
Wichtige Fakten
- • Durchsuchungen in zwölf Bundesländern.
- • 36 mutmaßliche Mitglieder von DJV und JS im Visier.
- • Vorwurf: Bildung einer kriminellen Vereinigung.
- • Gruppen gelten als gewaltbereit, auch gegen Queere.
- • Beschuldigte sind überwiegend Jugendliche, teils 15 Jahre alt.
Bundesweite Razzia gegen rechtsextreme Jugendgruppen
Seit dem Morgen laufen Durchsuchungen der Polizei bei mutmaßlichen Mitgliedern der Gruppen "Deutsche Jugend Voran" (DJV) und "Jung und Stark" (JS) in zwölf Bundesländern. Der Generalbundesanwalt wirft ihnen vor, kriminelle Vereinigungen gebildet zu haben. Insgesamt sind 36 Beschuldigte im Visier, bei denen es sich überwiegend um Jugendliche und junge Erwachsene handelt. Festnahmen sind nach Angaben von ARD-Hauptstadtstudio und SWR nicht geplant.
Die beiden Gruppen DJV und JS sind Mitte 2024 entstanden und seitdem im Fokus der Sicherheitsbehörden. Sie treten bundesweit auf, agieren aber oft öffentlichkeitswirksam und gewaltbereit. Ihnen werden zahlreiche Störaktionen gegen Christopher-Street-Day-Veranstaltungen sowie Gewalttaten gegen queere Menschen und politisch Andersdenkende zugeschrieben. Die Gruppen sind zudem in sozialen Medien aktiv, um Mitglieder zu rekrutieren, und stehen der rechtsextremen Partei Heimat (früher NPD) nahe.
Die Durchsuchungen sind der jüngste Schlag gegen rechtsextreme Jugendorganisationen nach dem Verfahren gegen die "Letzte Verteidigungswelle". Experten sehen darin ein Zeichen für die erhöhte Aufmerksamkeit der Behörden für die Szene.
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