Bundesweite Mobilfunk-Messwoche gestartet
Wichtige Fakten
- • Bundesnetzagentur startet zweite Mobilfunk-Messwoche mit App.
- • Fast 200 Millionen Messpunkte wurden im Vorjahr gesammelt.
- • Weiße Flecken ohne 4G/5G sanken auf 1,87 Prozent der Fläche.
- • Funklöcher (0,2 Prozent) spielen kaum noch eine Rolle.
- • Ort Tiefenthal hat weiterhin keinerlei Mobilfunkempfang.
Messwoche zur Netzqualität
Die Bundesnetzagentur hat die zweite bundesweite Mobilfunk-Messwoche „CheckDeinNetz“ gestartet. Bürger können bis zum 1. Juli mithilfe der App „Mobilfunk-Check“ die Netzqualität an ihrem Standort übermitteln. Die Daten sollen helfen, die Mobilfunkversorgung flächendeckend zu erfassen und zu verbessern. Im vergangenen Jahr wurden rund 200 Millionen Messpunkte gesammelt, die etwa 16 Prozent der Landfläche abdecken. Autobahnen und Bundesstraßen waren fast vollständig erfasst, Schienenwege zu über 80 Prozent.
Fortschritte und Probleme
Laut Bundesnetzagentur sinkt der Anteil der Flächen ohne schnelle Datenverbindung (weiße Flecken) kontinuierlich. Bundesweit fiel er im letzten Jahr von 2,2 auf 1,87 Prozent. Funklöcher (gar kein Empfang) gibt es nur noch auf 0,2 Prozent des Landes. Dennoch haben ländliche Orte wie Tiefenthal in Rheinhessen weiterhin keinerlei Mobilfunkempfang. Die dortige Bürgermeisterin Ingeborg Jacobs berichtet von gefährlichen Situationen, etwa bei Autopannen. Ein neuer Mobilfunkmast soll das Problem lösen, doch bis zur Inbetriebnahme vergehen noch knapp drei Jahre. Die Bundesnetzagentur verlangt von allen Netzbetreibern eine nahezu flächendeckende Abdeckung bis 2030.
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