EU-Kommission gibt 6,1 Milliarden Euro Militärhilfe für die Ukraine frei
Wichtige Fakten
- • Am 24. August 2026, dem ukrainischen Unabhängigkeitstag, bewilligte die EU 6,1 Milliarden Euro Militärhilfe.
- • Großbritannien erlaubt MBDA, Daten zu Storm-Shadow-Raketen freizugeben, um ukrainische Produktion zu ermöglichen.
- • Bundesaußenminister besucht Ukraine viermal seit Amtsantritt; macht sich Bild von Frontnähe.
- • Zahl ziviler Todesopfer in Ukraine steigt im Juli auf über 470.
EU-Militärhilfe zum Unabhängigkeitstag
Am 24. August 2026, dem 35. Jahrestag der Unabhängigkeit der Ukraine, hat die Europäische Union ein umfangreiches Hilfspaket in Höhe von 6,1 Milliarden Euro beschlossen. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen erklärte: "Auf den Unabhängigkeitstag der Ukraine zeigen wir unsere unerschütterliche Unterstützung." Die Mittel sind für Luft- und Raketenabwehrsysteme, Raketen, Munition und Radare bestimmt, die das Land dringend benötigt.
Der britische Premierminister Andy Burnham reiste zu diesem Anlass mit mehreren europäischen Führungskräften nach Kiew, darunter EU-Ratspräsident António Costa, Luxemburgs Premierminister Luc Frieden, Moldaus Präsidentin Maia Sandu und Estlands Präsident Alar Karis. Bei seinem ersten Besuch in der ukrainischen Hauptstadt kündigte Burnham an, dass Großbritannien die europäische Rüstungsfirma MBDA autorisieren werde, Informationen über die im Vereinigten Königreich gefertigten Komponenten des Marschflugkörpers Storm Shadow/Scalp freizugeben. Dies soll der Ukraine ermöglichen, ihre eigene Version dieser Waffe zu bauen.
Deutscher Außenminister besucht Frontstadt
Bundesaußenminister Johann Wadephul unternahm seinen vierten Besuch in der Ukraine seit seinem Amtsantritt. Er reiste erstmals bis in die Nähe der Front, nach Charkiw, das nur 30 Kilometer von der Frontlinie entfernt liegt. Während seines Aufenthalts erlebte er mehrere Luftalarme, darunter bei einem Angriff, dem zwei Menschen zum Opfer fielen. Der Politiker sicherte der Ukraine weitere humanitäre Hilfe zu, betonte jedoch, dass das Land vor allem Patriot-Abwehrraketen benötige, die Deutschland bei Partnern wie Griechenland, Spanien, Südkorea und Japan zu beschaffen versuche. Pressestimmen zufolge fordert die ukrainische Führung insbesondere schnelle Entscheidungen zur Lieferung, da die Befürchtung vor dem Winter wächst.
Die täglichen russischen Angriffe bleiben eine große Bedrohung. Im Juli 2026 starben in der Ukraine die meisten Zivilisten seit über vier Jahren – mehr als 470 Menschen. Vor diesem Hintergrund rief Präsident Wolodymyr Selenskyj die westlichen Verbündeten erneut dazu auf, die nötigen Waffensysteme zu liefern, um den Krieg zu beenden."
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