Cherson: Leben unter der Drohnenblockade – Zivilbevölkerung im Visier russischer Angriffe
Wichtige Fakten
- • Russische FPV-Drohnen terrorisieren Cherson, viele Tote und Verletzte.
- • Hilfsorganisation 'Be an Angel' evakuiert Menschen aus der Stadt.
- • Überleben erfordert Tarnung, Schutznetze und Störsender gegen Drohnen.
- • Trotz Bitten des Außenministers keine neuen Patriot-Raketen zugesagt.
Drohnen-Terror in Cherson
In der südukrainischen Stadt Cherson sind russische Drohnenpiloten auf Menschenjagd. Die Einwohner bezeichnen die Angriffe als 'Safari'. Die russischen Streitkräfte nutzen kleine FPV-Drohnen mit Sprengstoff, um gezielt Fußgänger, Autos und Busse anzugreifen. Laut UN wurden in den letzten Jahren Hunderte Zivilisten getötet und Tausende verletzt. Victoria und ihre Tochter Jelysaweta flohen aus der Stadt, da sie zu einem 'Trainingsgelände mit lebenden Zielen' geworden sei.
Humanitäre Hilfe und Schutzmaßnahmen
Der Berliner Verein 'Be an Angel' unterstützt die verbliebenen rund 60.000 Einwohner. Andreas Tölke liefert Schutzausrüstung wie Spezialpistolen, die Netze abfeuern, sowie Störsender, die an Dachträgern befestigt werden. Für die Helfer von 'Sylni bo Vilni' ist die Lage lebensgefährlich: Eine Begegnung mit einer Drohne kann tödlich enden. Die Organisation bombensichere Räume als Schutzräume.
Trotz Militärhilfe wächst der Druck auf die Ukraine, alternative Bündnisse zu schmieden, um die Energieinfrastruktur zu schützen und im kommenden Winter eine Katastrophe abzuwenden.
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