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Politik 09.02.2026, 13:32 Aktualisiert: 09.02.2026, 20:34

CDU im Wahlkampf weiter unter Druck: 'Lifestyle-Teilzeit' sorgt für anhaltende Kontroversen

Die CDU verliert in der Sonntagsfrage zwei Punkte nach den kontroversen Vorschlägen zu 'Lifestyle-Teilzeit'.

Wichtige Fakten

  • Die CDU verliert in der Sonntagsfrage zwei Punkte nach den kontroversen Vorschlägen zu 'Lifestyle-Teilzeit'.
  • CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann räumt ein, dass Menschen durch die Wortwahl unter Generalverdacht gestellt wurden.
  • Lehrerin Filiz Yüceler kritisiert den Begriff scharf, da sie aus familiären Pflegegründen in Teilzeit arbeitet.
  • Lokale Wahlkämpfer wie Raymond Höptner bemühen sich um Schadensbegrenzung, da die Debatte lokale Themen überlagert.
  • CDU-Politiker Marc Biadacz betont, die Partei sei 'keine Verbotspartei, sondern eine Partei der Freiheit'.

Wahlkampf unter Druck

Die CDU steht im aktuellen Wahlkampf weiterhin unter erheblichem Druck, nachdem Vorschläge wie 'Lifestyle-Teilzeit' kontroverse Reaktionen ausgelöst haben. In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bemühen sich lokale Wahlkämpfer wie Raymond Höptner um Schadensbegrenzung, da die Debatte Themen wie Wirtschaftslage und Sicherheit überlagert. Höptner, Ortsvorsteher in Ludwigshafen, muss sich für die Vorstöße des Wirtschaftsflügels rechtfertigen, obwohl er selbst nicht hinter der Idee steht.

Kritik von Bürgern und Parteimitgliedern

Bei einer Tür-zu-Tür-Aktion traf Höptner auf die Lehrerin Filiz Yüceler, die in Teilzeit arbeitet, um ihren pflegebedürftigen Sohn und ihre Mutter zu versorgen. Sie kritisierte scharf: 'Das ist nichts, was ich mir als 'Lifestyle' ausgesucht habe' und vermisst das 'C' bei der CDU. Auch innerhalb der Partei regt sich Widerstand: Karl A. Lamers, ehemaliger Bundestagsabgeordneter der CDU, kritisiert die Schlagzeilen, die der Partei schaden, und begrüßt Abgeordnete, die nicht solche Schlagzeilen produzieren.

Offizielle Stellungnahmen und wirtschaftliche Fokussierung

CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann räumte in der Öffentlichkeit ein, dass die Wortwahl Menschen unter Generalverdacht stelle, und verwies stattdessen auf wirtschaftliche Rahmenbedingungen wie hohe Lohnnebenkosten, Energiekosten, Bürokratieabbau und Fachkräftemangel. Unterdessen versuchen Kandidaten wie Nicole Huber in Heidelberg und Marc Biadacz, das Thema in sachlichere Bahnen zu lenken. Biadacz betonte bei einer Wahlkampfveranstaltung, die CDU sei 'keine Verbotspartei, sondern eine Partei der Freiheit', und betonte, dass Arbeitszeiten eigenständig entschieden werden sollten.

Auswirkungen auf den Wahlkampf

Die Debatte zeigt, wie sehr die Wortwahl die Gemüter erhitzt und die CDU in Erklärungsnot bringt, während grundlegende wirtschaftliche Sorgen der Bürger weiterhin im Vordergrund stehen. In der Sonntagsfrage büßte die Union zwei Punkte ein, was die Auswirkungen der Kontroversen unterstreicht. Lokale Wahlkämpfer wie Höptner wünschen sich mehr Rückenwind und betonen, dass 'Schrauben woanders gedreht' werden müssen, um Rahmenbedingungen zu ändern, die Vollzeitarbeit fördern.

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