China bleibt wichtigster Handelspartner Deutschlands, Ungleichgewicht wächst
Wichtige Fakten
- • China bleibt wichtigster Handelspartner Deutschlands im 1. Halbjahr 2026.
- • Handelsvolumen mit China: 125,5 Milliarden Euro total.
- • USA sind wichtigstes Exportziel, aber Rückgang um 6,1%.
- • Deutsche Exporte insgesamt um 3,9% gestiegen.
- • EU-Länder wichtigster Wachstumstreiber für Exporte.
Handelsbilanz und Ungleichgewicht
China hat seine Stellung als Deutschlands wichtigster Handelspartner im ersten Halbjahr 2026 gefestigt. Das gesamte Handelsvolumen erreichte 125,5 Milliarden Euro, wobei die Importe aus China (89,1 Mrd. Euro) die Exporte (36,4 Mrd. Euro) deutlich überstiegen – ein Ungleichgewicht, das sich weiter verstärkt hat. Bereits 2025 hatte China den Spitzenplatz zurückerobert, den es zuvor jahrelang innehatte.
US-Handel und Exportrückgänge
Die USA bleiben das wichtigste Abnehmerland deutscher Produkte, jedoch brachen die Ausfuhren im ersten Halbjahr um 6,1% auf 73,1 Milliarden Euro ein, vor allem bei Kfz und Teilen (-17,2%). Grund sind die von US-Präsident Trump verhängten Zölle. Dennoch stiegen die deutschen Gesamtexporte um 3,9% auf 817,8 Milliarden Euro, angetrieben von Lieferungen in EU-Länder wie Frankreich und die Niederlande.
Wirtschaftsprognose und EU-Konsequenzen
Ökonomen wie Sebastian Dullien vom IMK sehen in den Daten einen Beleg für den starken wirtschaftlichen Druck durch die geoökonomischen Verwerfungen. China und die USA betreiben protektionistische Industriepolitiken, die Europa zwingen, den Binnenmarkt zu stärken und eine offensive eigene Industriepolitik zu entwickeln, um Zukunftsindustrien zu schützen.
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