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International 05.03.2026, 03:10 Aktualisiert: 05.03.2026, 12:07

China senkt Wachstumsziel auf 4,5-5% – Fünfjahresplan setzt auf KI und Technologie

China senkt Wachstumsziel auf 4,5-5%, niedrigster Wert seit 1991.

Wichtige Fakten

  • China senkt Wachstumsziel auf 4,5-5%, niedrigster Wert seit 1991.
  • 15. Fünfjahresplan (2026-2030) fokussiert auf KI, Hightech und Innovation.
  • Wirtschaft leidet unter schwachem Konsum, Immobilienkrise und globalen Handelskonflikten.
  • Verteidigungshaushalt steigt 2026 um 7% auf 1,91 Billionen Yuan (236 Mrd. Euro).
  • CO2-Intensität soll bis 2030 um 17% sinken, hinter früheren Ambitionen zurück.

Wachstumsziel auf historischem Tiefstand

China hat sein jährliches Wirtschaftswachstumsziel für 2026 auf 4,5-5% gesenkt, den niedrigsten Wert seit 1991. Premierminister Li Qiang gab dies auf der Nationalen Volkskongress-Sitzung („Zwei Sitzungen“) bekannt. Die Senkung spiegelt eine strategische Verschiebung zu einem Modell des „hochwertigen Wachstums“ wider, das auf Innovation und Hightech-Industrien basiert, während die exportgetriebene Wirtschaft weiterhin wichtig bleibt.

Herausforderungen und neue Prioritäten

Die Wirtschaft sieht sich mit komplexen Herausforderungen konfrontiert: schwacher Konsum, eine anhaltende Immobilienkrise, eine alternde Bevölkerung und globale Handelskonflikte. Der vorgestellte 15. Fünfjahresplan (2026-2030) umfasst über 100 große Projekte zur Erweiterung der industriellen Kapazitäten, mit Schwerpunkt auf Wissenschaft, Technologie und Energie. Ein zentrales Element ist der „KI+ Aktionsplan“, der Künstliche Intelligenz in allen Wirtschaftsbereichen verankern soll.

Militärausgaben und Klimaziele

Neben wirtschaftlichen Zielen stockt China sein Militärbudget für 2026 um 7% auf 1,91 Billionen Yuan (rund 236 Milliarden Euro) auf, was etwa einem Viertel der US-Verteidigungsausgaben entspricht. Klimaziele sehen eine Reduzierung der CO2-Intensität um 17% bis 2030 vor, was hinter früheren Ambitionen zurückbleibt. Experten bewerten das niedrigere Wachstumsziel als realistisch, geben aber zu bedenken, dass andere Daten auf eine schwächere Wirtschaftslage hindeuten könnten.

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