China verschärft ethnische Gesetze: Neue Einheitsverordnung sorgt international für Kritik
Wichtige Fakten
- • China führt Gesetz zur Förderung ethnischer Einheit und Fortschritt ein.
- • Kritiker sehen Rechte von Uiguren und Tibeter bedroht.
- • UN-Menschenrechtschef fordert Aufhebung des Gesetzes.
China verabschiedet umstrittenes Gesetz zur ethnischen Einheit
Am gestrigen Mittwoch ist in China ein neues Gesetz zur Förderung der ethnischen Einheit und des Fortschritts in Kraft getreten, das international auf breite Kritik stößt. Das Gesetz zielt darauf ab, eine gemeinsame nationale Identität zu schmieden, unter anderem durch die Stärkung des Hochchinesischen als Amtssprache. Taiwan, die Vereinten Nationen und Menschenrechtsorganisationen haben scharfe Kritik geäußert. Insbesondere wird befürchtet, dass das Gesetz die Rechte ethnischer Minderheiten wie Uiguren und Tibeter weiter untergraben könnte.
Extraterritoriale Rechtsausdehnung und internationale Reaktionen
Ein besonders umstrittener Punkt ist eine Klausel, die auch Verstöße gegen das Gesetz durch Personen außerhalb Chinas unter Strafe stellt. Amnesty International warnt vor politischer und ideologischer Gleichschaltung mit der Kommunistischen Partei Chinas. Die USA und Taiwan haben das Gesetz verurteilt. UN-Menschenrechtskommissar Volker Turk forderte seine Aufhebung. Uigurische und tibetische Aktivisten rufen die internationale Gemeinschaft zum Handeln auf. Ein chinesischer Vizejustizminister verteidigte das Gesetz als notwendig zur Bekämpfung von Separatismus.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.