Zolldeal EU-USA in Kraft: Industriegüter und Hummer zollfrei, Stahlimporte verschärft
Wichtige Fakten
- • EU-Zölle auf US-Industriegüter und Hummer seit dem 1. Juli 2026 aufgehoben.
- • EU-Stahlimportkontingent halbiert auf 18,3 Mio. Tonnen, Übermengenzoll auf 50 % verdoppelt.
- • Zolldeal wendet drohenden Handelskrieg ab, EU akzeptiert US-Zölle bis 15 %.
- • Abkommen mit Sicherheitsnetz: EU kann Zugeständnisse bei US-Verstößen aussetzen.
- • Stahlquote von 47 % reduziert, 80 % der Importe kommen aus Freihandelspartnern.
Details des Zolldeal EU-USA
Seit dem 1. Juli 2026 ist der Zolldeal zwischen der EU und den USA in Kraft: Europäische Zölle auf US-Industrieprodukte und Hummer wurden gestrichen, für bestimmte Agrar- und Meeresprodukte gelten ermäßigte Zölle oder Zollkontingente. Das Abkommen basiert auf den Verhandlungen von 2025 mit US-Präsident Trump und soll EU-Konsumenten bessere Importzugänge und Preisvorteile bringen.
Hintergrund und Schutzmechanismen
Die EU vermied so einen Handelskrieg, akzeptierte aber US-Zölle von bis zu 15 Prozent auf die meisten Warenexporte in die USA. Ein Sicherheitsnetz erlaubt die Aussetzung von Zollzugeständnissen bei Verstößen der USA. Das Ablaufdatum ist der 31. Dezember 2029, eine Bewertung bis Juni 2029 vorgesehen.
Verschärfte Stahlimportregeln
Parallel reduzierte die EU das zollfreie Stahlimportkontingent auf 18,3 Millionen Tonnen knapp die Hälfte des vorherigen Volumens und verhängte einen Zoll von 50 Prozent auf Übermengen. Die Hälfte der Quote ist für Länder mit Freihandelsabkommen reserviert. Grund sind Dumping-Importe etwa aus China, Indien und der Türkei, ausgelöst durch US-Stahlzölle. Der Verband Eurofer erhofft sich eine Rückverlagerung von Produktion nach Europa.
Das könnte Sie auch interessieren
Kein Briefing mehr verpassen
Das Wichtigste des Tages jeden Morgen direkt ins Postfach.