Übernahme der Commerzbank durch UniCredit: Aktien steigen trotz Streit um Angebot
Wichtige Fakten
- • Commerzbank-Aktien legten im Feiertagshandel auf bis zu 37,23 Euro zu.
- • UniCredit hält inzwischen 26,8 % der Commerzbank-Aktien und 16,4 % Finanzinstrumente.
- • Commerzbank hat Finanzaufsicht eingeschaltet wegen Verdachts unzulässiger Abstimmung.
- • UniCredit umging durch freiwilliges Angebot teureres Pflichtangebot.
- • Commerzbank stemmt sich seit September 2024 gegen die Übernahme.
Commerzbank-Aktien legen zu
Die Aktien der Commerzbank sind am Donnerstag im Feiertagshandel um zeitweise gut zwei Prozent gestiegen und gehörten damit zu den stärksten Titeln im DAX. Sie erreichten einen Kurs von bis zu 37,23 Euro, was einer Verdopplung des Wertes seit Bekanntwerden der Übernahmepläne im September 2024 entspricht. Hintergrund ist die erwartete Übernahme durch die italienische Unicredit.
Übernahmeangebot und Widerstand
Die Unicredit hat inzwischen 26,8 Prozent der Commerzbank-Aktien sowie Finanzinstrumente im Umfang von 16,4 Prozent erworben. Durch ein freiwilliges Angebot, bei dem Aktionäre ihre Aktien gegen Unicredit-Papiere tauschen können, umgeht die Mailänder Bank ein deutlich teureres Pflichtangebot. Die Commerzbank wehrt sich jedoch weiterhin gegen die Übernahme und hat die Finanzaufsicht eingeschaltet. Sie mutmaßt, dass Investmentbanken wie Nomura über Derivate Aktien angedient haben, um die Übernahme zu fördern.
Ausblick auf den Übernahmeprozess
Trotz Widerstands gilt die Übernahme als nahezu sicher. Die Commerzbank hofft, durch die Überprüfung der Aktionärsstruktur Zeit zu gewinnen und eine faire Behandlung der Aktionäre zu gewährleisten. Die Entscheidung der Finanzaufsicht könnte den weiteren Zeitplan beeinflussen.
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